Lehrreicher Einblick ins finnische Bildungssystem | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.06.2025 17:16

Lehrreicher Einblick ins finnische Bildungssystem

Vier angehende Kinderpflegerinnen und ein Kinderpfleger waren zusammen mit den Lehrkräften Patrick Wiesinger (links) und Ann-Kathrin Gundermann (rechts) in Helsinki. (Foto: Matthias Walter)
Vier angehende Kinderpflegerinnen und ein Kinderpfleger waren zusammen mit den Lehrkräften Patrick Wiesinger (links) und Ann-Kathrin Gundermann (rechts) in Helsinki. (Foto: Matthias Walter)
Vier angehende Kinderpflegerinnen und ein Kinderpfleger waren zusammen mit den Lehrkräften Patrick Wiesinger (links) und Ann-Kathrin Gundermann (rechts) in Helsinki. (Foto: Matthias Walter)

Mit wertvollen Erfahrungen und neuen Perspektiven kehrten die angehenden Kinderpflegerinnen und ein Kinderpfleger des Beruflichen Schulzentrums Rothenburg von ihrem einwöchigen Austauschprogramm in Finnland zurück.

Für sechs Tage arbeiteten die Auszubildenden im Mai eng mit ihren finnischen Kolleginnen und Kollegen in Kouvola zusammen und erhielten tiefe Einblicke in das international renommierte finnische Bildungssystem. Die Stiftung Jugendaustausch Bayern unterstützte das Projekt finanziell sowie konzeptionell.

Der Austausch ermöglichte den Teilnehmenden, sich intensiv mit verschiedenen pädagogischen Ansätzen und Methoden auseinanderzusetzen. In gemischten deutsch-finnischen Teams beobachteten und dokumentierten sie die Schulvorbereitung in finnischen Einrichtungen, erarbeiteten gemeinsam einen Fach- und Erfahrungsbericht und reflektierten die interkulturellen Unterschiede in der Erziehung. Sie besuchten verschiedene Kinderbildungsstätten, unter anderem einen Waldkindergarten und eine Grundschule.

Auch menschlich viel gelernt

„Was mich besonders beeindruckt hat, war der ganzheitliche Ansatz in der finnischen Frühpädagogik und wie viel Freiraum die Kinder beim selbstbestimmten Lernen bekommen. Diese Erfahrungen werde ich definitiv in meine künftige Arbeit als Kinderpfleger einbringen“, berichtet Alina Hachtel, Kinderpflegeschülerin an der Berufsfachschule für Kinderpflege. „Auch der persönliche Austausch mit den finnischen Kolleginnen und Kollegen war unglaublich bereichernd – wir haben nicht nur fachlich, sondern auch menschlich viel voneinander gelernt.“

Der internationale Jugendaustausch, ermöglicht durch die enge Zusammenarbeit der beteiligten Schulen und die großzügige Unterstützung der Stiftung Jugendaustausch Bayern, bot den Teilnehmenden zahlreiche Vorteile für ihre persönliche und berufliche Entwicklung. Die direkte Konfrontation mit einem anderen Bildungssystem regte sie zur kritischen Reflexion an und ließ sie ihr eigenes pädagogisches Handeln hinterfragen. Die interkulturelle Zusammenarbeit stärkte ihre Kommunikations- und Teamfähigkeit sowie ihr Verständnis für kulturelle Vielfalt. Kompetenzen, die in einer zunehmend diversen Bildungslandschaft immer wichtiger werden.

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Freundschaften geknüpft

„Die Begeisterung und Offenheit, mit der unsere Auszubildenden den Austausch gestaltet haben, war beeindruckend. Sie haben viel über das finnische Bildungssystem gelernt“, erklärt Ann-Kathrin Gundermann, Lehrkraft an der Berufsfachschule für Kinderpflege. „Diese Art des praktischen, interkulturellen Lernens ist durch keine theoretische Ausbildung zu ersetzen und wird die Qualität der pädagogischen Arbeit unserer zukünftigen Fachkräfte nachhaltig bereichern.“

Neben dem fachlichen Programm in den Bildungseinrichtungen lernten die Teilnehmenden bei Exkursionen und gemeinsamer Freizeitaktivität die finnische Kultur kennen und knüpften Freundschaften. Die 2021 von der bayerischen Staatsregierung gegründete Stiftung Jugendaustausch Bayern kommt hiermit ihrem Ziel „Internationaler Jugendaustausch für alle Jugendlichen in Bayern“ näher. Besonders im Bereich der beruflichen Bildung möchte die Stiftung neue Wege gehen und mit diesem Pilotprojekt andere Bildungseinrichtungen sowie Träger für internationale Begegnungen motivieren. Im nächsten Schuljahr soll es ein Folgeprojekt geben, erklärt Ann-Kathrin Gundermann. Gerne würde sie noch einmal mit den Schülerinnen und Schülern nach Finnland reisen.


Von Margit Schwandt
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