Für ein paar Stunden soll Dinkelsbühls historische Altstadt am Samstag, 28. März, der Musik und dem Miteinander gehören. Bei der 24. Ausgabe des Kneipenfestivals spielen zehn Bands in neun Locations. Eintritt muss dafür nur einmal bezahlt werden. Und „Schukuluku” steht dabei im Mittelpunkt.
Es ist ein eingespieltes Format – einmal bezahlen, überall live dabei sein: Mit dem Erwerb einer Eintrittskarte haben Gäste freien Zutritt zu allen beteiligten Lokalitäten und den Konzerten. Einlass ist ab 19.30 Uhr, eine Stunde später sollen dann in den verschiedenen Kneipen, Cafés und Konzertsälen die ersten Lieder erklingen.
Was in all den Jahren des kleinen Musikfestivals stets den gleichen Stellenwert genießt, ist die dahintersteckende Grundidee: Dinkelsbühls Altstadt soll an diesem Abend einer lauschigen Feiermeile gleichen, „eine Nacht der Musik” wünscht sich Veranstalter Michael Harich und setzt dabei auf die Vernetzung verschiedener Lokale, Cafés, Restaurants zu einem musikalischen Stadt-Event. Künstler der verschiedensten Stilrichtungen treten zugleich an einem Abend auf, berichtete Harich, der bereits seit 1998 für das Kneipenfestival verantwortlich zeichnet. Dieses Miteinander sei „in unserer Zeit der politischen Spaltung wichtiger denn je”, lässt er durchblicken.
Das Herz des Kneipenfestivals ist für Harich die Schranne. Dort komme man immer zusammen, es sei ein beliebter Treffpunkt, „egal zu welcher Uhrzeit”. Zudem sähen sich dort zum Kneipenfestival viele Menschen wieder, die aus Dinkelsbühl stammten, dort aber nicht mehr wohnten. „Eben viele, die man lange nicht mehr gesehen hat”, sagt Michael Harich.
Insgesamt neun musikalische Begegnungsstätten stehen der Feier-Gemeinde am 28. März zur Auswahl. Im „Wilden Mann” wagen sich „Little Monroe“ an Klassiker der Musikgeschichte wie „Under Pressure“ und „Don’t Stop Me Now“ von Queen oder „Roxanne” von Police. Aber auch Songs von den Red Hot Chili Peppers, Ed Sheeran sowie deutschsprachige Evergreens hat das Duo im Programm.
Das aus Crailsheim stammende Duett „Micha & Tabse” kündigt für seinen Auftritt in der Alten Nagelschmiede gute Unterhaltungsmusik an. Sie spielen Rockklassiker, Partyhits, Bierzeltmusik, Mallehits bis modernen Schlager. „Durch ihre offene Art auf der Bühne reißen sie ihr Publikum mit und animieren Feierwütige zum Tanzen und Mitsingen”, wird angekündigt.
Im Meiser's sollen „1/4 Katze & Denise” feinsten Akustik-Sound für besondere Momente liefern: Kraftvoller Gesang wird mit rockigen Gitarrenklängen vereint und schafft so „eine Atmosphäre, die unter die Haut geht”, verspricht der Veranstalter.
Quasi direkt gegenüber in der Schranne gastiert der musikalische Tipp: „Fusilli Corporation”, eine mitreißende Vierer-Combo, gibt ab 20.30 Uhr Rock ’n’ Roll in Reinkultur im kleinen Saal zum Besten. „Das ist was Besonderes”, sagt Harich über die Band, die keine Coversongs, dafür Rockabilly vom Feinsten im Repertoire hat.
Im Anschluss daran, etwa gegen 22.30 Uhr, übernimmt dann die sechsköpfige Combo „Nothing’s Bleak“. Die jungen Musiker stehen mit ihrer energiegeladenen Rockparty für ausgelassene Stimmung und unvergessliche Momente. Die „Mischung aus modernen und klassischen Rock- und Hardrock-Covern” soll für eine unterhaltsame Show stehen.
Im großen Schrannensaal wird ab 21 Uhr mit „Flaming Moe“ eine siebenköpfige Band aus der Hesselbergregion für Stimmung bei einem breiten Publikum sorgen. Dank ihrer Mischung aus Rockballaden, Punk, Crossover, Deutsch- und Hardrock bis hin zu Heavy Metal will die Gruppe nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Generation 30+ ansprechen.
Drei Ansbacher bieten im Gasthaus „Zur Sonne” „hundert Prozent Akustikstil”, sagt Harich über „Acoustic Basement“, die Welthits mit ihren ganz eigenen verspielten Einflüssen kombinieren. „Handgemachte Musik, ganz ohne Effekte oder Playback”, heißt es im Programmheft.
Frischen Wind hat die Gruppe „Bagasch“ seit ihrer Gründung 2022 in die lokale Musikszene gebracht, berichtet Michael Harich. So ist von den waschechten Hohenlohern im Gasthof „Goldner Hirsch” eine „einzigartige Mischung aus verschiedenen Musikstilen” und nicht weniger als ein „mitreißender Live-Auftritt” zu erwarten.
Deutlich lauter dürfte es im Wirtshaus „Zum Stern” ab 21 Uhr dank „Exceeded“ werden. Die Rockband aus Wettringen bietet kraftvolle Gitarrenriffs, mitreißende Melodien und pulsierende Drums. „Die Band beherrscht das Handwerk”, sagt der Veranstalter und kündigt unvergessliche Rockmusik-Momente an.
Tanzbare Musik für alle Generationen soll in der Schleuse mit DJ „Schukuluku“ warten, der ab 21 Uhr auflegt. Ein Mix aus Jazz, Funk und Reggae und elektronischer Klangkunst soll das Publikum auf die Tanzfläche locken. Bliebe die Frage, was sich hinter der Vokabel „Schukuluku” verbirgt? Der Begriff, der ein positives Lebensgefühl beschreibt, steht für Harmonie, Freude, Gelassenheit und Spaß am Feiern. Das könnte, wenn man so will, als Motto des Kneipenfestivals dienen.
Karten gibt es im Vorverkauf bei allen beteiligten Lokalitäten sowie unter anderem auch im Touristik-Service Dinkelsbühl und in der Tourist-Information Feuchtwangen.