Mit einem feierlichen und zugleich bewegenden Neujahrsempfang haben „Die Getreuen des Königs Gustav Adolf 1632” laut eigener Mitteilung in Dinkelsbühl das neue Vereinsjahr eingeläutet. Der kleine Schrannensaal bot demnach den würdigen Rahmen für eine Veranstaltung, die Tradition, Verantwortung und gelebte Gemeinschaft eindrucksvoll miteinander verband.
Rund 120 Gäste folgten der Einladung und füllten den Saal mit Leben, Gesprächen und spürbarer Verbundenheit, berichtet der Verein. Bereits zu Beginn des Abends sei deutlich geworden, dass dieser Neujahrsempfang weit mehr sein sollte als ein gesellschaftliches Zusammentreffen.
Der Obrist und Vorsitzende Helmut Blank heiß die Gäste willkommen. Mit persönlichen und zugleich nachdenklichen Worten dankte er den Anwesenden für ihre Unterstützung, ihre Treue und ihr Interesse am Wirken des Vereins. Er erinnerte an die Verantwortung, die mit der Pflege historischer Traditionen einhergehe, und betonte, dass das Vereinsleben nicht allein aus Uniformen, Fahnen und Zeremonien bestehe, sondern vor allem aus den Menschen, die diese Geschichte mit Überzeugung und Herzblut tragen.
Die feierliche Beförderung zweier Vereinsmitglieder zum Fahnenjunker bildete laut Mitteilung den emotionalen Mittelpunkt des Neujahrsempfangs. Unter Leitung des Majors der Getreuen, Johannes Munique, wurden die beiden Anwärter auf die Fahne eingeschworen. Der Eid auf das Feldzeichen stellte nicht nur eine formale Handlung dar, sondern machte den tiefen symbolischen Gehalt dieses Amtes spürbar, heißt es weiter.
Die anschließende Übergabe der Bestallungsurkunden durch Obrist Helmut Blank verlieh dem Akt zusätzliche Würde. In diesem Moment wurde sichtbar, dass die Beförderung zum Fahnenjunker Auszeichnung und zugleich ein Vertrauensbeweis des Vereins ist. Der langanhaltende Applaus der Gäste zeugte von der Anerkennung und dem Respekt, den diese Zeremonie hervorrief.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Abends war die Pflege historischer Freundschaften. Dem befreundeten Verein Landsknechte 1634 wurde ein Gastgeschenk überreicht – ein Zeichen der Wertschätzung und der engen Verbundenheit, die über Jahre hinweg gewachsen ist.
Anwesend waren unter anderem Oberbürgermeister, Dr. Christoph Hammer, Bürgermeisterin Nora Engelhard sowie Kreis- und Stadtrat Manfred Scholl. Erstmals nahm zudem der Vorstand der Kinderzechel, Maximilian Mattausch, als Gast am Neujahrsempfang teil – ein Umstand, der für den wachsenden Austausch und die enge Vernetzung der traditionsreichen Dinkelsbühler Vereine stehen mag.
In seinem Grußwort würdigte OB Dr. Hammer die engagierte Arbeit der Getreuen und hob hervor, welch bedeutenden Beitrag historische Vereine für Identität, Geschichtsbewusstsein und kulturelles Leben der Stadt leisteten. Der Neujahrsempfang sei ein Beispiel dafür, wie Geschichte nicht nur bewahrt, sondern aktiv und verantwortungsvoll gelebt werde.
Der Neujahrsempfang erwies sich nicht nur als Rückblick auf das Vergangene, sondern als kraftvoller Auftakt für ein neues Vereinsjahr – getragen von Gemeinschaftssinn, Tradition und dem festen Willen, Geschichte lebendig zu halten, wie in der Pressemitteilung abschließend betont wird.