Im Winter sattelt das Neustädter Freibadteam auf Hausmeister um | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.01.2024 17:41

Im Winter sattelt das Neustädter Freibadteam auf Hausmeister um

Auch wenn in der kalten Jahreszeit Überstunden abgebaut werden, so gibt es für Julian Lindner und seine Kollegen genug zu tun.
Auch wenn in der kalten Jahreszeit Überstunden abgebaut werden, so gibt es für Julian Lindner und seine Kollegen genug zu tun.
Auch wenn in der kalten Jahreszeit Überstunden abgebaut werden, so gibt es für Julian Lindner und seine Kollegen genug zu tun.

Die Freibadsaison ist seit Mitte September Geschichte. Auf dem Nichtschwimmerbecken im Waldbad hat sich eine dünne Eisschicht gebildet. Es ist kalt. Was machen eigentlich die Schwimmmeister, während das Neustädter Bad im Winterschlaf ruht? „Bei uns gehen nicht die Jalousien runter“, sagt Betriebsleiter Julian Lindner. „Das wäre auch langweilig.“

Er und seine Kollegen haben Etliches zu tun. Sie wechseln in den kälteren Jahreszeiten das Metier. Sie werden von Schwimmmeistern und Fachangestellten für Bäderbetriebe zu Hausmeistern und unterstützen zudem das Bauhofteam. Allein im Freibad, in das es derzeit bis auf Lindner und seine Kollegen Christian Kessel, Günther Kellermann und Bernd Potsch kaum jemanden zieht, ist immer was zu tun und zu checken.

So wurde etwa am Ende der Saison das Wasser aus den Leitungen gelassen, die man in der kalten Jahreszeit nicht benötigt. Alles wird frostsicher gemacht. Filter müssen gespült werden, damit sie keimfrei sind. „Es sind zudem Reinigungsarbeiten nötig“, betont der 34-Jährige und führt die Pufferspeicher als ein Beispiel an.

Kleinere Instandsetzungsarbeiten erledigt das Team selbst. Pumpen werden gegebenenfalls getauscht und Elektroarbeiten getätigt. Die Fachangestellten für Bäderbetriebe bringen sich hier entsprechend dem, was sie können, ein – und das ist eine ganze Menge. Im Blick hat man immer die technischen Anlagen, die derzeit im Kellerbereich im Winterschlaf liegen.

Technik-Check und Baupflege sind wichtig

Viel Arbeit und Zeit kostete es, die Rinnenroste an den Becken zu entfernen. Wenn keine Badesaison ist, gilt es auch, die Bäume zu pflegen und Ersatzpflanzungen vorzunehmen. Immerhin will man dafür sorgen, dass der großzügige Baumbestand im Waldbad erhalten bleibt.

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Beim Gang durchs Freibad erzählt Lindner, dass der Wasserstand in den Becken um 20 Zentimeter reduziert wurde. Wieso das? Die Leitungen, die aus den Becken zu den Messe- und Regelstellen führen, würden sonst zufrieren. Dies will man verhindern.

Derzeit sieht das Wasser in den Becken alles andere als einladend aus. Blätterreste haben sich auf dem Grund angesammelt. Das Wasser lässt man zum Schutz vor Frostschäden in den Wintermonaten nicht ab. Wenn dies später geschieht, müssen die Becken gereinigt werden, bevor frisches Nass die großen und und kleinen Badegäste zum Schwimmen und Planschen einlädt. Doch das dauert noch. Wenn das Wetter mitspielt, wird die neue Saison am 1. Mai eingeläutet, wirft Lindner einen Blick nach vorn.

Neben ihrer Arbeit im Freibad unterstützen er und seine Kollegen außerhalb der Badesaison tatkräftig den Bauhof – hier vor allem mit gärtnerischen Tätigkeiten wie Hecken schneiden und Baumpflege. Sie helfen zudem beim Grünguthäckseln, entfernen das Laub wie etwa im Luitpoldpark. „Winterdienst machen wir aber nicht und haben auch keine Rufbereitschaft“, betont der Betriebsleiter des Waldbades.

„Langeweile kommt nicht auf“, resümiert Lindner lächelnd. Trotzdem freuen sich er und seine Kollegen, wenn sie die dicken Klamotten endlich gegen Shorts und T-Shirts tauschen und wieder für ihre Badegäste im Einsatz sein können. Schöner ist das schon.

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