Rund 320 Mädchen und Buben der fünf Feuchtwanger Kindergärten sowie einige Erwachsene haben am Montag die Inszenierung des Musikmärchens „Peter und der Wolf“ im Kreuzgang genossen. Nach der Aufführung gab es kräftigen Applaus – für die Profis ebenso wie für die Vorschulkinder, die eingangs und zum Abschluss lustige Lieder vorgetragen hatten.
Die Mädchen und Buben, die im Herbst eingeschult werden, besangen unter der Leitung von Teresa Spors die Instrumente Geige, Kontrabass und Fagott beziehungsweise den Regenbogen. Dazu tanzten sie fröhlich auf der Bühne und hatten sichtlichen Spaß bei ihrem Auftritt.
Das Musikmärchen „Peter und der Wolf“, das Sergei Prokofjew im Jahr 1936 eigens für Kinder geschrieben hat, intonierte das Kammerorchester der Würth Philharmoniker unter der Leitung von David Afkham. Im Wechselspiel mit den Musikern übernahm Konstantin Krisch die Rolle des Rezitators.
Ausdrucksstark und kindgerecht erzählte der Kreuzgangschauspieler die Geschichte von Peter, dem Vogel, der Ente sowie von der Katze – und natürlich vom Wolf, der in den Wald zurückgebracht wird, nachdem ihn Peter trickreich gefangen hat. Derweil charakterisierte das Orchester die Menschen und Tiere mit Instrumenten sowie mit dem jeweils passenden musikalischen Motiv.
Weil die Initiatorin und Leiterin der Feuchtwanger KunstKlang-Reihe, Christiane Karg, überzeugt ist, dass Kinder nicht früh genug in Kontakt mit Musik kommen können, hat die weltweit gefeierte Sängerin das Projekt im Rahmen ihres musikpädagogischen Programms „be part of it“ mit weiteren Akteuren im Oktober 2023 gestartet. Seitdem bereiteten sich die Mädchen und Buben der Feuchtwanger Kindertagesstätten Wannenbad, Schwalbennest, Wolgemuth, Sandweg und KiM darauf vor.
In Workshops wurden sie in zweiwöchigem Turnus mit den Instrumenten vertraut gemacht, erfuhren mehr über die Musik und lernten das Märchen kennen, dessen Geschichte sie sich auch mit Bewegung, Singen und Basteln annäherten.
Am Sonntag durchliefen dann insgesamt 60 Kinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren noch einmal zwei Workshops mit je vier Stationen im Familienzentrum KiM. Da wurde mit Lilli Kaplirz zu Sulewicz-Saulér vom Dinkelsbühler Ballett getanzt. Es gab einen Musik-Workshop mit Teresa Spohrs von der Musikschule Feuchtwangen-Dinkelsbühl-Herrieden-Wassertrüdingen. Erzieherin Mirijam Kälberer bastelte mit den Kindern, von denen einige ihre Masken und Figuren gestern im Kreuzgang dabei hatten. Zudem stand Schminken mit den Kindergärtnerinnen vom KiM auf dem Programm, die Motive orientierten sich am Aussehen der Tiere aus „Peter und der Wolf“.
Darauf folgten noch am Sonntag zwei Konzerte im Ulrichsaal, zu denen auch Eltern, Großeltern und Freunde eingeladen waren. Wie Kulturbüro-Leiterin Dr. Maria Wüstenhagen erzählte, kamen dazu jeweils etwa 80 Zuschauerinnen und Zuschauer. Indes waren auch die Bewohnerinnen und Bewohner des ASB-Seniorenheims am Montag zur Aufführung im Kreuzgang eingeladen, mit der dieses große Kindergartenprojekt von Christiane Karg ausklang.