In Stadt und Landkreis Ansbach gilt aktuell eine Hochwasserwarnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen. Der Hochwassernachrichtendienst Bayern begründet das mit Schneeschmelze und Niederschlägen: Die Wasserstände an Flüssen und Bächen liegen teils schon erhöht.
Nach Angaben des Wasserwirtschaftsamts Ansbach wird im Landkreis Ansbach an acht Pegeln die Meldestufe 1 erreicht – verteilt auf Altmühl, Fränkische Rezat, Sulzach, Tauber und Wörnitz. In Thann bei Bechhofen an der Altmühl befindet sich der einzige Pegel in der Region, der sogar bereits Meldestufe 2 erreicht hat.
Das heißt: Vielerorts herrscht leichtes Hochwasser, bei weiterem Regen könnte es jedoch schnell ungemütlicher werden. Wichtig: Auch kleinere Gewässer ohne Pegel können über die Ufer treten – gerade dort, wo Schmelzwasser und Regen in kurzer Zeit zusammenkommen.
Für den Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim gibt es derzeit nur eine Hochwasserwarnung der Meldestufe 1 an der Aisch in Rappoldshofen. Der bayerische Hochwassernachrichtendienst meldet, dass lokale Übertritte an Bächen ohne Messstelle weiterhin möglich sind – vor allem, wenn der Regen mehrere Tage anhält.
Schon seit rund zwei Wochen kommt es in Westmittelfranken immer wieder zu tagelangem Hochwasser. So war etwa der Rezatparkplatz in Ansbach bereits mehrere Male für den Verkehr gesperrt.
Mehrere Wetterdienste melden für Teile Westmittelfrankens an mehreren Tagen Regen. Zusammen mit dem letzten Schnee, der gerade wegschmilzt, kann das die Hochwasserlage verschärfen: Böden sind vielerorts gesättigt, Zuflüsse reagieren dann schneller – und Pegel können innerhalb kurzer Zeit anziehen.
Für die zweite Wochenhälfte sind derweil mehr trockene Tage vorhergesagt.
Über die aktuellen Pegelstände und die allgemeine Lage informiert der Hochwassernachrichtendienst Bayern unter www.hnd.bayern.de