Die Sitzung des Zweckverbandes Fernwärmeversorgung Illesheim war eine schnelle Angelegenheit. Nachdem der Jahresabschluss 2024 bereits in einer der vorherigen Sitzungen vorgelegt und die öffentliche Rechnungsprüfung im Januar keine wesentlichen Beanstandungen ergeben hatte, stand der Genehmigung nichts im Wege.
Der Zweckverband Fernwärmeversorgung Illesheim mit Sitz in Bad Windsheim versorgt primär die amerikanische Kaserne in Illesheim mit Wärme. Der Verband, getragen von der Stadt Bad Windsheim und der Gemeinde Illesheim, betreibt seit 1988 ein Heizwerk, das vor einiger Zeit um ein erdgasbetriebenes Blockheizkraftwerk zur effizienten Nahwärmeversorgung erweitert und modernisiert wurde. Vertreter beider Kommunen, darunter die Bürgermeister Roland Scheibenberger und Jürgen Heckel, hörten die Zahlen, die Thomas Hartlehnert als Leiter der Stadtwerke Bad Windsheim parat hatte. Rund 1,5 Millionen Euro (abzüglich des Steueranteils) gelangen nach den Zahlen des Jahresabschlusses 2024 zur Ausschüttung.
Genauso zügig arbeiteten die Vertreter der beiden Kommunen den Wirtschaftsplan für das Wirtschaftsjahr 2026 ab. Voraussichtlichen Aufwendungen (rund 2,8 Millionen Euro) stehen nach aktueller Berechnung rund 3,56 Millionen Euro Erträge gegenüber.
Größere Ausgaben sind im laufenden Jahr für die Erneuerung der unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV; 80.000 Euro) vorgesehen. Das ist ein Gerät, das ein elektronisches Gerät mit Strom versorgt, wenn die primäre Energiequelle ausfällt, und auch Schutz vor Über- und Unterspannung bietet.
Aufgrund der Kosten und Komplexität finden USV-Geräte vorwiegend in Krankenhäusern, Leitstellen und nicht zuletzt auch beim Zweckverband Verwendung. Rund 55.000 Euro sind 2026 für die Erneuerung der Brandmeldeanlage eingeplant, 60.000 Euro soll die Erstellung einer „Wärme-Transformationsplanung“ kosten und Arbeitsmittel und Messgeräte sind mit 10.000 Euro veranschlagt. Die Abstimmungen erfolgten jeweils einstimmig.