Veröffentlicht am 09.02.2022 18:14

Haager Straße in Neuendettelsau hat noch Kapazitäten

Durch den Umzug der Grund- und Mittelschule Neuendettelsau an das Sportzentrum wird auf die Haager Straße zusätzlicher Verkehr zukommen. (Foto: Eckard Dürr)
Durch den Umzug der Grund- und Mittelschule Neuendettelsau an das Sportzentrum wird auf die Haager Straße zusätzlicher Verkehr zukommen. (Foto: Eckard Dürr)
Durch den Umzug der Grund- und Mittelschule Neuendettelsau an das Sportzentrum wird auf die Haager Straße zusätzlicher Verkehr zukommen. (Foto: Eckard Dürr)

Wie wirkt sich die Verlegung der Grund- und Mittelschule an das Sportzentrum auf den Verkehr aus? Mögliche Auswirkungen auf die Haager Straße sollte die PB Consult GmbH untersuchen. Die Ergebnisse stellte Patrick Gajowski jetzt im Neuendettelsauer Gemeinderat vor.

Bei dem Umzug einer Schule könne man sich immer die Frage stellen, wer den Verkehr eigentlich produziere, sagte Gajowski. „Das ist immer eine Mischung aus den Beschäftigten und den Schülern.“ Im konkreten Fall spiele auch die Mehrfachturnhalle eine Rolle, so der Fachmann.

Gemäß aktuellen Zahlen kommt man pro Tag auf insgesamt 665 Wege des motorisierten Individualverkehrs (MIV), wie Gajowski erläuterte. 142 MIV-Wege erzeugen die Beschäftigten der Schule, 443 die Schüler, 60 die Sporthalle und 20 Gewerbetreibende.

Laut den Angaben von Gajowski sind aktuell rund 1500 Kraftfahrzeuge am Tag in der Haager Straße unterwegs. Aufgrund ihres Ausbauzustandes wird die Haager Straße der Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen zufolge als Einfahrtsstraße kategorisiert. Soll bedeuten: Sie kann täglich zwischen 400 und 1800 Kraftfahrzeuge aufnehmen.

Da die Haager Straße aktuell von 1500 Kraftfahrzeugen am Tag genutzt wird, kommt Gajowski zu dem Schluss, dass noch Kapazitäten übrig sind. „Die Haager Straße ist für mehr Verkehr geeignet“, fasste der Fachmann zusammen.

Angeschaut hat sich das Planungsbüro auch die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes der Hauptstraße mit der Haager Straße, im Herbst 2021 wurde dafür eine Verkehrszählung in der morgendlichen Spitzenstunde zwischen 7.15 und 8.15 Uhr durchgeführt. Im Ist-Zustand sei hier alles im grünen Bereich, so Gajowski.

Soll bedeuten: Die durchschnittliche Wartezeit auf der Haager Straße beträgt unter 20 Sekunden. Daran ändert sich laut Gajowski auch durch den Umzug der Schule nur wenig. Die Wartezeit verlängere sich um maximal fünf Sekunden. Der Experte schlug für den Umzug der Schule begleitende Maßnahmen vor. Unter anderem nannte er eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer während der Schulzeit und Parkmöglichkeiten für den Hol- und Bringverkehr, um „Zweite-Reihe-Parker“ in der Haager Straße zu verhindern.

Apropos Parken: Etwa Wernher Geistmann (fraktionslos) wies auf die schwierige Parksituation in der Haager Straße hin. Gajowski schlug ein Parkverbot vor, musste aber eingestehen, dass man die Situation noch nicht angeschaut habe.

Dies gilt auch für den Knotenpunkt der Wilhelm-Löhe-Straße mit der Hauptstraße. Da auch hier viel Verkehr durch die anderen Schulen entsteht, äußerte Theresa Korn (CSU) Zweifel, ob die angegebenen Wartezeiten realisierbar sind. „Prognosen sind vergleichsweise schwierig“, machte Bürgermeister Christoph Schmoll (SPD) deutlich.

Aus seiner Sicht kann es deshalb dazu kommen, „dass man an bestimmten Punkten nachjustieren muss, wenn man sieht, dass es nicht funktioniert“.


Florian Schwab
north