Wer unter Stress steht, merkt das oft auch im Rücken: Die Schultern ziehen hoch, der Nacken wird fest, der untere Rücken fühlt sich verspannt an.
Yoga kann hier doppelt ansetzen – über Bewegung und über Entspannung. So unterstützt es nach Angaben der Aktion Gesunder Rücken (AGR) nicht nur Beweglichkeit, Körpergefühl, Balance und Muskelstärkung. Durch die spezielle Verknüpfung von Bewegung und bewusstem Atmen hilft Yoga zudem dabei, Stress zu reduzieren - und auch davon profitiert der Rücken am Ende.
Ein weiterer Vorteil: Wer Yoga übt, achtet stärker auf Haltung und Bewegungsmuster. So könne man ungünstige Gewohnheiten im Alltag früher bemerken – etwa langes Sitzen ohne Ausgleich oder ständiges Hochziehen der Schultern bei Stress – und entsprechend gegensteuern.
Die AGR empfiehlt Anfängern sanfte Yoga-Stile wie Hatha-, Yin- oder Restorative Yoga - und dabei dann „Rücken-Yoga“, also eine Yoga-Praxis, bei der Übungen für den Rücken im Fokus stehen.
Weiterhin nennt die Aktion drei Übungen, die auf Mobilität und Stärkung von Rücken und Schultern einzahlen. Bei akuten Beschwerden ist allerdings Vorsicht angesagt: dann vorher professionellen Rat einholen.
Für die Übungen empfiehlt die AGR eine gut gepolsterte, rutschfeste Unterlage, um Gelenke und Wirbelsäule zu schonen.
Wichtig: Yoga darf sich intensiv anfühlen, soll aber nicht wehtun. Entscheidend ist eine saubere Ausführung – nicht, wie lange oder wie ehrgeizig eine Position gehalten wird. Gerade wer Yoga gegen Stress nutzt, sollte nicht in den nächsten Leistungsmodus rutschen: lieber langsam üben, Pausen machen und die Atmung mitnehmen.
Übrigens: Viele Krankenkassen bezuschussen oder übernehmen Präventionskurse, darunter auch Yoga. Voraussetzung: Der Kurs muss von der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) zertifiziert sein, eine Suche gibt es etwa beim GKV-Spitzenverband („Hatha-Yoga“ anklicken).
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