Freiwilligendienst - das müssen Sie wissen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.08.2026 10:44

Freiwilligendienst - das müssen Sie wissen

Der Bundesfreiwilligendienst eignet sich für alle, die noch nicht genau wissen, wie es beruflich weitergehen soll. (Foto: Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn)
Der Bundesfreiwilligendienst eignet sich für alle, die noch nicht genau wissen, wie es beruflich weitergehen soll. (Foto: Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn)
Der Bundesfreiwilligendienst eignet sich für alle, die noch nicht genau wissen, wie es beruflich weitergehen soll. (Foto: Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn)

Nach der Schule erst mal durchatmen: Viele junge Erwachsene nutzen einen Freiwilligendienst als sinnstiftende Übergangslösung. Doch er ist mehr als das. Diana Schulz vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) erklärt, wer ihn machen kann und welche echten Vorteile er bietet. 

Ein Freiwilligendienst - für wen ist das was?

Diana Schulz: Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) eignet sich für alle, die noch nicht genau wissen, wie es beruflich weitergehen soll und sich orientieren möchten. Oder auch für diejenigen, die ein bestimmtes Berufsfeld kennenlernen oder die Wartezeit bis zum Beginn einer Ausbildung sinnvoll überbrücken wollen.

Ein Freiwilligendienst ist aber nicht nur etwas für junge Erwachsene. Auch wer sich neu orientieren möchte oder nach seiner beruflichen Laufbahn mit Erfahrung für die Gesellschaft und das soziale Miteinander einsetzen will, ist willkommen.

Prinzipiell gilt: Einen BFD können alle machen, die die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben. Alter, Geschlecht, Nationalität oder die Art des Schulabschlusses spielen in der Regel keine Rolle.

Welche Vorteile bietet mir ein Freiwilligendienst?

Schulz: Der Bundesfreiwilligendienst bietet die Möglichkeit, sich zu orientieren und die eigenen Fähigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln. Zentraler Bestandteil ist die pädagogische Begleitung. Dazu gehören unter anderem die fachliche Anleitung und die Seminararbeit. Es werden soziale, ökologische und interkulturelle Kompetenzen vermittelt und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl gestärkt.

Zudem bekommen Bundesfreiwillige ein schriftliches Zeugnis über die Art und Dauer ihres Dienstes, das sie bei Bewerbungen vorlegen können. Der BFD kann gegebenenfalls als Wartesemester oder Praktikum angerechnet werden. Informationen hierzu erteilen die Hochschulen.

Bundesfreiwillige erhalten außerdem ein Taschengeld von derzeit maximal 676 Euro monatlich. Bei den Sozialversicherungen ist der Dienst einem Ausbildungsverhältnis gleichgestellt. Es kann grundsätzlich auch weiterhin Anspruch auf Kindergeld bestehen.

Wie finde ich eine Einsatzstelle?

Schulz: Wer einen Bundesfreiwilligendienst machen möchte, wendet sich direkt an eine anerkannte Einsatzstelle und bewirbt sich dort. Einheitlich festgelegte Bewerbungsfristen gibt es nicht.

Passende BFD-Einsatzstellen in den verschiedenen Einsatzfeldern finden Interessierte auf der Website www.bundesfreiwilligendienst.de. Dort sind auch regionale Beraterinnen und Berater zu finden, die bei Fragen weiterhelfen.

Prinzipiell ist ein Einsatz in sozialen, kulturellen, ökologischen oder anderen gemeinwohlorientierten Einrichtungen bundesweit möglich. Das sind zum Beispiel Kindergärten, Schulen, Pflegeeinrichtungen, Rettungsdienste, Forstämter, Theater, Museen, Sportvereine, Einrichtungen in der Informationstechnik oder Cybersecurity und viele mehr.

Wichtig: Ein Dienst kann zwischen 6 und 18 Monaten dauern, ausnahmsweise auch bis zu 24 Monate. Üblich sind 12 Monate. Auch Teilzeit ist möglich.

© dpa-infocom, dpa:260818-930-545833/1


Von dpa
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