Eine lange Autofahrt, die ganze Familie im Wagen, die Luft wird immer schlechter und dann geht's auch noch in die Kurven. Beste Voraussetzungen für Reiseübelkeit. Warum sie entsteht, wie man vorbeugen kann und Tipps, was im Ernstfall sofort hilft.
Bei der Autofahrt registriert das Gleichgewichtsorgan im Innenohr, wenn gebremst und beschleunigt wird oder man um die Kurve fährt. Die Augen nehmen das aber nicht immer wahr, etwa wenn sie auf etwas Statisches wie ein Buch oder Display schauen, heißt es vom Automobil-Club Verkehr (ACV). Man sieht dann etwas Ruhiges, während der Körper Bewegung spürt. Das kann das Gehirn nicht eindeutig einordnen und reagiert mit Übelkeit.
Achten Sie einmal darauf: Wenn Sie selbst fahren, wird Ihnen in der Regel nicht schlecht, denn dann schauen Sie automatisch auf die Straße und sehen die Bewegung auch. Übrigens: Weil bei Kindern das Gleichgewichtssystem und die Verarbeitung von Bewegungsreizen noch empfindlicher sind, wird ihnen schneller übel.
Wem im Auto übel wird, der oder die sollte die oben genannten Ratschläge direkt umsetzen:
Für alle Fälle: Haben Sie im Auto immer auch Tüte oder Spuckbeutel dabei, rät der ACV. Hat jemand erbrochen, bis zur nächsten Ausfahrt oder einem Rastplatz weiterfahren, nicht auf dem Seitenstreifen anhalten. Ausnahme ist natürlich ein Notfall wie Atemnot oder drohendes Ersticken.
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