Ein richtiger Tennis-Boom in Röckingen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 10.06.2023 10:00

Ein richtiger Tennis-Boom in Röckingen

Die Nachwuchsspieler der Tennisabteilung des TSV Röckingen. (Foto: Walter Oberhäußer)
Die Nachwuchsspieler der Tennisabteilung des TSV Röckingen. (Foto: Walter Oberhäußer)
Die Nachwuchsspieler der Tennisabteilung des TSV Röckingen. (Foto: Walter Oberhäußer)

Der TSV Röckingen hat trotz der über zwei Jahre dauernden Corona-bedingten Einschränkungen seine Mitgliederzahl im Bereich des Tennissports nahezu verdoppeln können. Tennis galt in dieser Zeit als kontaktlose Sportart. Somit bot sich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Gelegenheit, die Freizeit sinnvoll zu nutzen.

Zum 1. Juni 2019 gehörten der Tennisabteilung des TSV Röckingen 54 Mitglieder an. Zwei Jahre später waren es 101 Personen, darunter 21 Kinder zwischen acht und 14 Jahren sowie sechs Jugendliche der Geburtsjahrgänge 2005 bis 2008. Die Jugendlichen trainieren einmal pro Woche in zwei Gruppen.

Seit vielen Jahren ist eine Herrenmannschaft im offiziellen Spielbetrieb in der Verbandsliga „Herren 60 Nord 2“ aktiv. Seit Mai 2022 ist ein zweites Herrenteam in der Verbandsliga „Nord 4“ gemeldet und befindet sich aktuell in der zweiten Punktspielsaison.

Drei Plätze stehen zur Verfügung

Durch die enorme Mitgliedersteigerung sei es unumgänglich gewesen, die Nutzung der drei zur Verfügung stehenden Tennisplätze zu regeln, teilen die Verantwortlichen mit. Montags sind die Herren und dienstags die Herren 60 an der Reihe. Die Damen üben Aufschläge, Returns und Asse jeweils am Mittwoch, Kinder- und Jugendtrainingseinheiten stehen freitags an. Für das Kindertraining wurde 2022 eine Ballmaschine angeschafft.

An den Wochenenden sind die Tennisplätze den gemeldeten Mannschaften im laufenden Spielbetrieb vorbehalten. Darüber hinaus können selbstorganisierte beziehungsweise private Spieler auf digitalem Weg die Plätze buchen.

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Die Tennis- sei neben der Fußballabteilung ein zweites Standbein innerhalb des Vereins, betonte dessen Spitze. Mehrere auswärtige Sportler, die dem Tennisspiel frönen, kommen nach Röckingen und tragen dort ihre Partien aus. Aus diesem Grund sollen auch die Plätze in den kommenden Jahren bestmöglich erhalten werden.

Positive Auswirkung auf Finanzen

Die verstärkte Nutzung der Plätze wirke sich auch positiv auf den wirtschaftlichen Betrieb des Sportheims und die Vereinsfinanzen aus. Die aktuell verzeichnete Steigerung der Mitgliederzahlen übertraf laut den Verantwortlichen alle Erwartungen.

Die Tennisabteilung des TSV Röckingen wurde 1981 gegründet. 32 Personen traten damals bei. Es folgte der Bau der Tennisplätze. Die Mitglieder unterstützten dieses Vorhaben finanziell mit dem Kauf von Bausteinen für jeweils 350 Mark und leisteten freiwillige Arbeitsstunden. Überdies förderten der Bayerische Landes-Sportverband und der Bezirk Mittelfranken das Projekt. Die Kommune stellte kostenlos ein Grundstück zur Verfügung.

Erst der Boom, dann die Flaute

Nach einigen Jahren spielten sowohl Kinder-, Jugend-, Damen- als auch Herrenmannschaften in den unterschiedlichen Verbandsligen. Dabei wechselten sich Auf- und Abstiege in die nächsthöheren beziehungsweise unteren Spielklassen ab. Ebenso wurde die Schüler- und Jugendarbeit verstärkt. Höhepunkt im Vereinsleben waren die jährlich ausgetragenen Vereinsmeisterschaften. In Zeiten des Tennis-Booms Mitte der 1980er Jahre – ausgelöst durch die internationalen Erfolge von Steffi Graf und Boris Becker – konnte ein großer Zulauf von Jugendlichen verzeichnet werden: 1990 spielten insgesamt 71 Erwachsene und 51 Jugendliche in Röckingen Tennis.

Diese Euphorie flaute jedoch in den nachfolgenden Jahrzehnten wieder ab. Und der Mitgliederstand verringerte sich um über die Hälfte.


Von Walter Oberhäußer
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