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Vor Eckernförde

Umweltaktivisten bergen Geisternetze aus der Ostsee

Eckernförde (dpa) - Umweltschützer haben in dieser Woche drei sogenannte Geisternetze aus der Ostsee vor Eckernförde geborgen. «Schätzungen zufolge landen alleine in der Ostsee jedes Jahr 5000 bis 10.000 Fischernetze oder Netzteile», sagte die Meeresbiologin Gabriele Dederer der dpa.

Diese seien eine Gefahr für Meerestiere, so die Expertin von der Umweltstiftung WWF. Sie könnten sich beispielsweise in den bei Sturm losgerissenen Nylon-Stellnetzen verfangen und ertrinken oder ersticken.

Laut Umweltbundesamt ist die Fischerei eine wesentliche Quelle für Meeresmüll. Im Untersuchungszeitraum 2011 bis 2017 ließen sich an Stränden der Nordsee 30 Prozent der Fundstücke auf Einträge durch die Fischerei zurückführen, sagte Stefanie Werner vom Umweltbundesamt. In der Ostsee habe die Fischerei dagegen nur einen Anteil von sieben Prozent. Stellnetze bestünden aus feinem und für Meerestiere fast unsichtbarem Nylon. «Sie stellen sich auch im herrenlosen Zustand oft in der Wassersäule wieder auf und fischen und töten weiter.»

WWF-Hintergrundpapier zu Geisternetzen

Projekt zu Geisternetzen

Umweltschützer holen Geisternetz aus der Ostsee
Vor Eckernförde ziehen Umweltaktivisten ein Geisternetz aus der Ostsee. Foto: Jens Büttner
16.05.2019 09:58 Uhr

Eckernförde (dpa) - Umweltschützer haben in dieser Woche drei sogenannte Geisternetze aus der Ostsee vor Eckernförde geborgen. «Schätzungen zufolge landen alleine in der Ostsee jedes Jahr 5000 bis 10.000 Fischernetze oder Netzteile», sagte die Meeresbiologin Gabriele Dederer der dpa.

Diese seien eine Gefahr für Meerestiere, so die Expertin von der Umweltstiftung WWF. Sie könnten sich beispielsweise in den bei Sturm losgerissenen Nylon-Stellnetzen verfangen und ertrinken oder ersticken.

Laut Umweltbundesamt ist die Fischerei eine wesentliche Quelle für Meeresmüll. Im Untersuchungszeitraum 2011 bis 2017 ließen sich an Stränden der Nordsee 30 Prozent der Fundstücke auf Einträge durch die Fischerei zurückführen, sagte Stefanie Werner vom Umweltbundesamt. In der Ostsee habe die Fischerei dagegen nur einen Anteil von sieben Prozent. Stellnetze bestünden aus feinem und für Meerestiere fast unsichtbarem Nylon. «Sie stellen sich auch im herrenlosen Zustand oft in der Wassersäule wieder auf und fischen und töten weiter.»

WWF-Hintergrundpapier zu Geisternetzen

Projekt zu Geisternetzen



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