Die nächste Reisewelle des Sommers rollt auf die Autobahnen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 29.06.2026 13:18

Die nächste Reisewelle des Sommers rollt auf die Autobahnen

Vor allem die Routen in Richtung der Alpen, zu den Küsten von Nord- und Ostsee sowie die Strecken zum Mittelmeer werden am kommenden Wochenende (3. bis 5. Juli) stark frequentiert sein. (Foto: dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn)
Vor allem die Routen in Richtung der Alpen, zu den Küsten von Nord- und Ostsee sowie die Strecken zum Mittelmeer werden am kommenden Wochenende (3. bis 5. Juli) stark frequentiert sein. (Foto: dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn)
Vor allem die Routen in Richtung der Alpen, zu den Küsten von Nord- und Ostsee sowie die Strecken zum Mittelmeer werden am kommenden Wochenende (3. bis 5. Juli) stark frequentiert sein. (Foto: dpa-Infografik Gmbh/dpa-tmn)

Nach dem Wetter wird nun die Lage auf den Autobahnen hitzig. Mit Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen starten am kommenden Wochenende (3. bis 5. Juli) die nächsten Bundesländer in die Sommerferien.

Damit dürfte die „erste große Reisewelle des Sommers“ anrollen, so der Auto Club Europa (ACE). Internationaler Reiseverkehr aus Frankreich, Belgien, Nordholland und Tschechien sowie mehreren österreichischen Bundesländern belaste die Verkehrslage auf den Hauptrouten zusätzlich. Im Fokus vor allem: die Strecken in Richtung der Alpen, zu den Küsten von Nord- und Ostsee sowie zum Mittelmeer. 

Auch der ADAC hat eine klare Prognose: „Ohne Stauaufenthalte kommt nun niemand mehr durch.“

Die Tage in der Übersicht

  • Freitag: Schon ab dem frühen Mittag erwartet der ACE ein spürbar ansteigendes Verkehrsaufkommen. Zusammen mit dichtem Feierabendverkehr komme es gerade am Nachmittag und vor allem im Umfeld der Ballungsräume sowie auf den Hauptachsen in Richtung Süden und der Küsten zu stockendem Verkehr.Gebremst wird der Verkehr durch zahlreiche Dauerbaustellen - der ADAC zählt rund 1.000 davon. Dazu kommen kurzfristige Baustellen, etwa infolge von Blow-ups durch die Hitzewelle. Bis in die Abendstunden rechnet der ACE mit Verzögerungen und langen Staus auf den wichtigsten Autobahnen. Insgesamt gibt es eine hohe Staugefahr von etwa 13.00 bis 20.00 Uhr. 
  • Samstag: Das Verkehrsaufkommen bleibt laut ACE „insgesamt hoch“. Allerdings ist es nicht mehr so schlimm wie am Vortag - vor allem frühmorgens bis etwa 9.00 Uhr gibt es demnach nur eine niedrige Staugefahr. Danach sind vor allem in den Nachmittagsstunden bis etwa 17.00 Uhr viele Reisende unterwegs. Sie kommen sowohl aus den Ferienregionen Deutschlands als auch aus dem benachbarten Ausland.So kann es vor allem auf den oben genannten Schwerpunkten voll werden. Und speziell im Bereich von Baustellen kann es zu Verzögerungen und Staus kommen. Am Abend entspannt sich die Lage laut ACE aber wieder - „spürbar“.  
  • Sonntag: Es wird lockerer - auch durch das Lkw-Fahrverbot von 0.00 bis 22 Uhr. Der ACE sagt ein „überwiegend flüssiges Verkehrsbild“ voraus und erwartet nur vereinzelten Störungen. Allerdings ändert sich das ab Nachmittag. Bis in den frühen Abend steige die Verkehrsdichte auf den Rückreiserouten etwas an, so der ACE, der zwischen 13.00 und 17.00 Uhr eine mittlere Staugefahr erwartet. Für den ADAC wiederum zählt der Sonntagnachmittag neben Freitagnachmittag und Samstagvormittag zu den Phasen mit den meisten Staus.

An diesen Tagen reist es sich erheblich entspannter

Zwar kann nicht jeder den Starttermin seiner Reise flexibel gestalten. Doch wer in der glücklichen Lage ist, sollte das tun und besser unter der Woche am Dienstag oder Mittwoch außerhalb des Berufsverkehrs aufbrechen, so der ACE. Wer am Wochenende losmuss, sollte das idealerweise am Sonntag tun.

Gar kein guter Startzeitpunkt ist der Freitag. Denn hier treffen die Berufspendler auf die Reisenden, was sich meist bis in den späten Abend hinein mit dichtem Verkehr und hoher Staugefahr bemerkbar macht.

Wer partout am Wochenende starten muss, sollte das laut ACE möglichst früh am Morgen tun oder sogar darüber nachdenken, in der Nacht zu fahren. Doch das erfordert noch mehr Konzentration, eine richtige Selbsteinschätzung und regelmäßige Pausen.Die vielen Baustellen wurden schon erwähnt, doch es gibt auch gute Nachrichten: Die Anzahl der geplanten Autobahnsperren ist im Gegensatz zu den vergangenen Wochenenden gesunken. Dennoch gibt es mancherorts noch welche an diesem Wochenende: etwa in Hamburg auf der A 1 (Bremen – Lübeck). Der ADAC hat dazu eine Seite im Netz.

Der ACE und der ADAC erwarten in den Großräumen Hamburg, Berlin, Rhein-Main, Rhein-Ruhr, Stuttgart und München sowie auf folgenden Autobahnen mehr Verkehr und Staus (oft in beiden Richtungen):

Auch der Reiseverkehr im Ausland wird stärker. Drastisch formuliert der ADAC: „Fast jede Urlaubsfahrt endet im Stau.“ Auch in Österreich nimmt die Stausaison vor allem auf den Transitrouten weiter Fahrt auf, was die Wahrscheinlichkeit für stehende Fahrzeuge erhöht. Zudem starten auch hier mit Wien, Niederösterreich und dem Burgenland einige Bundesländer in die Ferien. 

Besonders belastet sind laut ACE und ADAC:

  • A 1: West-Autobahn 
  • A 4 / E 60: Ost-Autobahn Wien - Richtung Budapest
  • A 9 / E 57: Pyhrn-Autobahn Graz - Spielfeld
  • A 10 / E 55: Tauern-Autobahn Salzburg - Villach
  • A 11 / E 61: Karawanken-Autobahn Villach - Slowenien
  • A12 / E 60: Inntal-Autobahn Kufstein - Innsbruck
  • A13 / E 45: Brenner-Autobahn Innsbruck - Brenner
  • A14 / E 43: Rheintal-Autobahn Staatsgrenze Deutschland - Feldkirch
  • B 179: Fernpass: Füssen - Reutte - Nassereith
  • B 197: Arlberg-Bundesstraße

Wie in Deutschland muss bereits ab Freitagnachmittag mit Verzögerungen gerechnet werden. Zum Pendlerverkehr gesellen sich die Urlauber, die aus dem Norden ins Land oder noch weiter wollen.

Zudem weisen die Clubs auf Restriktionen auf den Ausweichstrecken in Tirol hin. So gelten laut ADAC hier seit 1. Mai generell Abfahrtssperren und Fahrverbote an Samstagen, Sonn- und Feiertagen auf den Ausweichstrecken im Raum Reutte (Fernpassroute), Kufstein (Inntalautobahn) und im Großraum Innsbruck für den Transitverkehr.

Wartezeiten an den Grenzen sind weiter möglich

Wegen der stichprobenhaften Einreisekontrollen an der deutschen Grenze kann es speziell an den Übergängen von Österreich – Suben (A 3), Walserberg (A 8) und Kiefersfelden (A 93) – zu Wartezeiten kommen.

Die aktuellen Reisezeiten in Echtzeit lassen sich für viele wichtige Transitkorridore des österreichischen Autobahnnetzes in nördlicher und südlicher Richtung auf der Webseite der Asfinag ansehen.

Auch die Schweizer Autobahnen füllen sich zunehmend

Auch in der Schweiz verstärkt sich der Transitverkehr spürbar, so die Autoclubs. Neben den Hauptachsen wie etwa der A 1 (Bern – Zürich – St. Gallen) oder der A 3 (Basel – Zürich – Chur) ist hier die Gotthardroute (A 2) speziell gefährdet. So könne es nicht selten zu längeren Verzögerungen von mehr als einer Stunde kommen - speziell am Freitagabend und am Samstagmittag.

Ab einer Stunde Wartezeit vor dem Gotthardtunnel kommt dem ACE zufolge ein Ausweichen über die San-Bernardino-Route (A 13) infrage. Letztere dürfte allerdings auch stark befahren sein.

© dpa-infocom, dpa:260629-930-303355/1


Von dpa
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