Akupunktur, eine uralte Heilmethode, die vor rund 3000 Jahren in China entwickelt wurde, findet heute weltweit Anerkennung.
Ihre Anwendung hat sich im Laufe der Zeit in Europa verbreitet und wird nun oft ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt. Doch was verbirgt sich hinter dieser Behandlungsmethode und wann ist sie angebracht?
Während einer Akupunkturbehandlung werden dem Patienten an bestimmten Punkten des Körpers Nadeln in die Haut eingestochen. Diese sterilen Einmal-Nadeln verbleiben für etwa 20 bis 30 Minuten in der Haut und können verschiedene Stimulationstechniken wie Erwärmung, Reizstrom oder Bewegung erfahren. Ziel ist es, schmerzlindernde und stimmungsaufhellende Substanzen im Gehirn freizusetzen und den Energiefluss im Körper zu regulieren.
Studien haben gezeigt, dass Akupunktur bei der Behandlung verschiedener Schmerzarten, Übelkeit, Erbrechen und sogar bei der Geburtsvorbereitung wirksam sein kann. Auch bei Heuschnupfen, Tennisellbogen, Menstruationsbeschwerden und Asthma gibt es Hinweise auf positive Effekte.
Allerdings sollte die Akupunktur immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen. In Deutschland übernehmen gesetzliche Krankenkassen seit 2007 die Kosten für Akupunkturbehandlungen bei bestimmten Schmerztherapien, sofern der behandelnde Arzt eine qualitativ hochwertige Ausbildung nachweisen kann. Ansonsten müssen die Kosten in der Regel selbst getragen werden.
Insgesamt ist die Akupunktur eine oft wirksame Methode, um Beschwerden zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern.