Veröffentlicht am 04.12.2021 19:48

Deutlicher Sanierungsbedarf im Aquella

Seit mittlerweile 32 Jahren läuft der Betrieb des Freizeitbades Aquella in seiner jetzigen Form. (Foto: Jim Albright)
Seit mittlerweile 32 Jahren läuft der Betrieb des Freizeitbades Aquella in seiner jetzigen Form. (Foto: Jim Albright)
Seit mittlerweile 32 Jahren läuft der Betrieb des Freizeitbades Aquella in seiner jetzigen Form. (Foto: Jim Albright)

Die Becken müssen saniert, die Wasser- und Elektrotechnik erneuert werden: Im Freizeitbad Aquella, das in seiner aktuellen Form seit 32 Jahren in Betrieb ist, besteht ein „deutlicher Sanierungsbedarf“. Die Ansbacher Bäder- und Verkehrs-GmbH geht von etwa eineinhalb Jahren Bauzeit aus. Die Kosten werden auf 16 Millionen Euro geschätzt.

Öffentliche Schwimmbäder müssen alle 20 bis 30 Jahre einer Generalsanierung unterzogen werden, wie Robert Hlava, Sprecher der Ansbacher Bäder- und Verkehrs-GmbH (ABuV), auf Anfrage der Fränkischen Landeszeitung mitteilt. Demnach habe das Aquella mit 32 Jahren Betriebszeit seine Nutzungsdauer bereits überschritten, erklärt er.

„Nun liegt erwartungsgemäß ein deutlicher Sanierungsbedarf vor“, so der ABuV-Sprecher weiter. Wie sich dieser Bedarf unter anderem zeigt? Nach FLZ-Informationen geht jeden Tag eine große Menge Wasser im Aquella verloren. Genaue Zahlen wollte Hlava nicht nennen. Die Begründung: Das Thema sei im ABuV-Aufsichtsrat behandelt worden. Da dieser nicht-öffentlich tagt, bestehe eine Verschwiegenheitspflicht.

Große Maßnahmen
 sind unumgänglich

Dass der Sanierungsbedarf zum Beispiel mit den Ursachen des Wasserverlustes zu tun hat, bestätigt er aber. Der Wasserverlust konnte in der Vergangenheit durch verschiedene Reparaturen immer wieder reduziert werden, legt er dar. Aber mittelfristig sind „umfassendere Maßnahmen unumgänglich“.

Wesentliche Punkte der nötigen Sanierung sind gemäß den Ausführungen von Hlava der Whirlpool, das Wellenbecken, der Innenbereich mit dem Attraktionsbecken, der Außenbereich mit Strömungskanal und der Kinderbereich. Letzterer soll zudem in den Norden der Anlage verlegt werden. Neben der Betonsanierung der Becken ist auch die Erneuerung der Badewasser- und Elektrotechnik erforderlich, wie Hlava berichtet. „Damit verbunden ist die Auslagerung des Technikbereiches in ein separates Außengebäude.“

Im Zuge der Sanierung sollen die Einschränkungen für die Badegäste möglichst gering sein. Besonders wichtig ist es den Verantwortlichen der ABuV, „dass der Badebetrieb für den Schwimmunterricht für die Schulen und das Vereinsschwimmen aufrechterhalten werden kann“.

Deshalb ist geplant, während der Freibad-Öffnung das Freizeitbad zu schließen, um die Abrissarbeiten durchzuführen. Danach wäre das Schwimmer- und das Lehrschwimmbecken von der Anlage provisorisch baulich zu trennen, um diese beiden Becken weiter zu betreiben, so Hlava weiter. „Nach Errichtung eines separaten Technikgebäudes kann die alte Technik ausgeschaltet und die neue in Betrieb genommen werden.“

Die bislang letzte größere Teil-Sanierung fand zwischen 2008 und 2010 statt. Hier wurden das Schwimmer- und Lehrschwimmbecken in Edelstahl erneuert sowie erforderliche Arbeiten am Baukörper, in der Deckenkonstruktion sowie an technischen Anlagen vorgenommen. Hinzu kommen die Erneuerung des Dusch- und Umkleidebereichs, die Erweiterung der Saunalandschaft und das neue Bistro.

Wann mit der Generalsanierung begonnen wird, ist noch unklar. „Zunächst muss die Finanzierung sichergestellt sein.“

Florian Schwab

Dieser Artikel erschien das erste Mal in der FLZ vom 4. Dezember 2021.

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