Im April kommt so richtig Schwung in den Garten: Bei schönem Wetter können im Freien viele neue Projekte begonnen und das ganze Grundstück auf Vordermann gebracht werden. Wir geben Ihnen wieder einige praktische Tipps und Anregungen.
● Die Erdbeerpflanzen können schon mit holzigem, geschredderten Material zum Schutz der später reifenden Früchte gemulcht werden.
● Kompost vom letzten Jahr und Laubkompost umsetzen.
● Vor der Aussaat und vor dem Pflanzen Kompost in Saatrillen und Pflanzlöcher streuen.
● Im Freiland Aussaat von Radieschen, Salat, Erbsen, Mangold, Kohl, Kohlrabi, Schwarzwurzeln und Pastinaken vornehmen; von Salat und Kohlrabi können bereits Folgesaaten ausgebracht werden. Auf der warmen Fensterbank Gurken und Kürbis aussäen.
● Erstarkte Jungpflanzen aus dem Frühbeet durch rechtzeitiges Lüften abhärten und später ins Freiland setzen.
● Zeigt sich an den Gemüsepflanzen Schneckenfraß, ist es am einfachsten, die Tiere abends einzusammeln und zu entfernen.
● Aus ersten Wildkräutern, wie Brennnessel, Giersch und Löwenzahn, Pflanzenjauchen ansetzen.
● Kartoffeln je nach Region Anfang bis Mitte des Monats setzen; ins Pflanzloch Kompost zugeben. Auflaufende Pflanzen bis zu den Eisheiligen zuhäufeln.
● Gibt es im Garten jährlich Ärger mit der Möhrenfliege, empfiehlt sich eine verspätete Aussaat ab Mai, da zu diesem Zeitpunkt die Tiere der ersten Generation nicht mehr fliegen.
● Im Haus auf der warmen Fensterbank in Schalen Basilikum, Bohnenkraut und Majoran aussäen, im Freiland Borretsch, Dill, Kerbel, Petersilie und Schnittlauch.
● Fehlende Gewürzstauden lohnt es sich, als Jungpflanzen zuzukaufen und im Garten einzupflanzen; eine Aussaat ist meist zu mühsam.
● Knoblauch oder Steckzwiebeln zwischen Erdbeerpflanzen setzen; dies wirkt vorbeugend gegen Grauschimmelbefall.
● Altes Laub und abgestorbene Pflanzenteile ebenso wie einen Teil stark wuchernder Wasserpflanzen aus dem Teich herausharken. Bei Folienteichen aufpassen, dass man dabei die Folie nicht verletzt.
● Besitzer von Gärten mit großen Flächen nektarreicher Blüten sollten einen Imker bitten, einen Bienenstock bei ihnen aufzustellen. Obstbäume und -sträucher weisen dadurch einen höheren Ertrag auf.
● Wildkräuter, auch die Brennnessel, in einer Gartenecke dulden; sie sind wichtige Futterpflanzen u.a. für Schmetterlingsraupen.
● Aus Schnittholz von Obstbäumen und Ziersträuchern Reisighecken anlegen. Dazu eine Doppelreihe von Pfählen in 50 cm Abstand einschlagen und Reisig dazwischen aufstapeln; schafft Nistplätze z.B. für Rotkehlchen und Unterschlupf für Amphibien und Insekten.
● Gegen Ende des Monats Sommerblumen, wie Kornblume, Ringelblume, Strohblume, Tagetes und Trichtermalve, ins Freiland aussäen; Astern und Zinnien noch im Haus in warmen Kästen aussäen.
● Stauden können noch gut geteilt oder ausgesät werden.
● Erfrorene Rosentriebe zurückschneiden und alle Stöcke mit Kompost düngen.
● Vermoosten Rasen nach Bodenerwärmung im April vertikutieren, mit organischen Mitteln düngen, nach Bedarf aufkalken und an kahlen Stellen Rasenmischung aussäen.
Natur & Garten, C. Treffer