Der 26-jährige Johannes Weiß (CSU) will Bürgermeister von Obernzenn werden | FLZ.de

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Veröffentlicht am 27.09.2025 12:43

Der 26-jährige Johannes Weiß (CSU) will Bürgermeister von Obernzenn werden

Landtagsabgeordneter Werner Stieglitz (links) gratulierte Johannes Weiß zur einstimmigen Nominierung. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Landtagsabgeordneter Werner Stieglitz (links) gratulierte Johannes Weiß zur einstimmigen Nominierung. (Foto: Hans-Bernd Glanz)
Landtagsabgeordneter Werner Stieglitz (links) gratulierte Johannes Weiß zur einstimmigen Nominierung. (Foto: Hans-Bernd Glanz)

Johannes Weiß wird bei den Kommunalwahlen im März 2026 für die CSU als Bürgermeisterkandidat ins Rennen gehen. Bei der Nominierungsversammlung am Donnerstag konnte der amtierende Gemeinderat und stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungen Union alle 22 möglichen Stimmen auf sich vereinen.

Chancen rechnet sich Johannes Weiß, Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes Obernzenn, weniger wegen des Ergebnisses bei der Kommunalwahl im Mai 2020 in Obernzenn aus. Die seinerzeitige CSU-Bürgermeisterkandidatin Karin Winkler musste sich mit gerade einmal 29 Stimmen Rückstand dem nun amtierenden Bürgermeister Reiner Hufnagel von den Freien Wählern Unteraltenbernheim geschlagen geben.

Streifenbeamter bei der Bundespolizei

Johannes Weiß setzt eigene Akzente, ohne auf den politischen Wettbewerber zu schauen. Unter dem Motto „Mit klaren Zielen, Mut und Verlässlichkeit für die Zukunft von Obernzenn“ tritt der ledige 26-jährige Kontroll- und Streifenbeamte bei der Bundespolizei in Nürnberg seine Kandidatur an. Geboren ist Weiß in Würzburg, aufgewachsen und wohnhaft ist er in Obernzenn.

Zuvorderst liegt der Blick von Weiß auf dem Gewerbe. Vorrangiges Ziel sei es, heimische Unternehmen zu stärken und Infrastruktur in Form von Gewerbeflächen zur Verfügung zu stellen. Konkret nannte Weiß eine mögliche Erweiterung von Flächen im „Windbuck“. Regelmäßiger Austausch zwischen Kommune und Betrieben liege ihm besonders am Herzen.

„Unternehmensorientierte” Rathauspolitik

Die Rathauspolitik solle unternehmensorientiert sein, dann könne man auch mit entsprechenden Steuereinnahmen rechnen. Dazu schlug Weiß Unternehmerstammtische unter Einbeziehung des bestehenden Gewerbeverbandes Obernzenn vor. Als Ziel nannte Weiß die Erschließung neuer Flächen, zum Beispiel „mittels eines interkommunalen Gewerbegebietes unter Einbeziehung der Kommunalen Allianz Aurach-Zenn oder anderen Nachbargemeinden“.

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Noch schlechter sieht es laut Weiß im Bereich privater Wohnbauflächen aus. Auch das möchte Weiß im Fall seiner Wahl zügig ändern. Besonders wichtig sei ihm dabei, den Verkauf erschlossener Flächen „vorzugsweise an junge Familien aus der Gemeinde und Rückkehrer“ zu forcieren.

Dem Vereinsleben will sich Weiß als Bürgermeister ebenfalls widmen. Regelmäßiger Austausch mit Vereinsvorständen, ein direkter Kontakt zum Bürgermeister, eine aktive Einbindung der Vereine in Entscheidungsfindungen nannte Weiß dazu. „Konkret müssen wir die Ertüchtigung der Zenngrundhalle anpacken.” Die Förderung der Jugendgruppen innerhalb der Gemeinde liege ihm besonders am Herzen. Dazu käme als weiterer Punkt der Erhalt der Ortsfeuerwehren. Außerdem schwebe ihm vor, das „Vereinsleben zu digitalisieren“ und eine „Heimat-Info-App“ ins Leben zu rufen.

Förderung von Bürgerenergie-Projekten

„Die Energie der Zukunft” spielte bei seiner Programmvorstellung eine gewichtige Rolle. Sein Ziel sei der Ausbau der Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden und Dächern sowie die Unterstützung bei möglichen weiteren Nahwärmenetzen. Die Förderung von Bürgerenergie-Projekten nannte Weiß ebenso wie die Prüfung von Standorten für Freiflächen-Photovoltaikanlagen. „Aber mit Augenmaß, es sollen nicht die besten Äcker genommen werden.“

Schließlich ging Weiß noch auf die Finanzen ein. Eine solide Haushaltsführung sei ihm ebenso wichtig wie die Konzentration auf wichtige Projekte und Einsparmöglichkeiten im Etat. Er versprach, im Falle seiner Wahl transparente Entscheidungen im Gemeinderat und Mitnahme der Bürger. Auch verwies Weiß auf seine gute Vernetzung, unter anderem zu Landrat Dr. Christian von Dobschütz, Landtagsabgeordneten Werner Stieglitz und Bundestagsabgeordneten Tobias Winkler.

Die einstimmige Nominierung „sendet ein klares Signal nach außen, ich bin motiviert, packen wir es gemeinsam an“, schloss Weiß. Glückwünsche zur Nominierung gab es unter anderem von Stieglitz, der auch Aktuelles von der CSU-Klausur in Kloster Banz berichtete.


Von HANS-BERND GLANZ
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