Feuchtwanger CSU schaltet sich auch in die Diskussion um das Roßmühlen-Projekt ein | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.06.2026 18:32

Feuchtwanger CSU schaltet sich auch in die Diskussion um das Roßmühlen-Projekt ein

Die Roßmühle auf dem Huppmann-Banse-Areal: Der Feuchtwanger CSU-Ortsverband beobachtet die aktuelle Diskussion „mit Sorge“ und warnt davor, das Projekt zu „zerreden“. (Foto: Jasmin Kiendl)
Die Roßmühle auf dem Huppmann-Banse-Areal: Der Feuchtwanger CSU-Ortsverband beobachtet die aktuelle Diskussion „mit Sorge“ und warnt davor, das Projekt zu „zerreden“. (Foto: Jasmin Kiendl)
Die Roßmühle auf dem Huppmann-Banse-Areal: Der Feuchtwanger CSU-Ortsverband beobachtet die aktuelle Diskussion „mit Sorge“ und warnt davor, das Projekt zu „zerreden“. (Foto: Jasmin Kiendl)

„Mit Sorge“ beobachtet der Feuchtwanger CSU-Ortsverband die aktuelle politische Debatte um die Roßmühle. In einer Pressemitteilung warnen die Christsozialen davor, das Projekt zu „zerreden“ und das Vertrauen in der Stadt als verlässliche Partnerin zu beschädigen.

Die geplante Nutzung des historischen Gebäudes als Zentrum für Physio- und Bewegungstherapie ist nach Auffassung der CSU ein sinnvoller und zukunftsgerichteter Ansatz. Der Erhalt wertvoller Bausubstanz werde mit einer dauerhaften Nutzung, einer Stärkung der Altstadt und einem konkreten Beitrag zur medizinischen und therapeutischen Versorgung vor Ort verbunden. Hinzu komme eine Förderkulisse, wie sie einer Kommune nicht beliebig oft offenstehe.

Bedenkliches Signal nach außen

„Wer ein gut vorbereitetes Projekt auf den letzten Metern grundsätzlich infrage stellt, beschädigt mehr als einen Bauplan. Er beschädigt Vertrauen“, betont Ortsvorsitzender Herbert Lindörfer in der Pressemitteilung. Und: „Verlässlichkeit ist keine Nebensache. Verlässlichkeit ist Standortpolitik.“

Kritisch sieht der CSU-Ortsverband Vorschläge, die vor allem in sozialen Medien schnell Zustimmung erzeugen können, für die aber bislang keine belastbaren Betriebs-, Finanzierungs- oder Nutzungskonzepte erkennbar seien. Eine Markthalle etwa möge als Schlagwort seit Jahren reizvoll klingen, müsse in einer Kleinstadt aber wirtschaftlich, organisatorisch und dauerhaft funktionieren.

Stadtentwicklung brauche mehr als gute Bilder und gefällige Begriffe. „Eine Kommune kann sich keine Politik leisten, die erst Begeisterung verspricht und später Dauerzuschüsse hinterlässt“, so Lindörfer weiter. „Gute Stadtpolitik fragt nicht zuerst: Was klingt gut? Sie fragt: Was trägt sich, was nützt den Menschen, und was stärkt Feuchtwangen auf Dauer?“

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„Daseinsvorsorge ist kein abstraktes Verwaltungsthema“

Besonders bedenklich sei das Signal nach außen. Bereits bei anderen Vorhaben, etwa im Umfeld des Hotelkomplexes am Marktplatz, sei der Eindruck entstanden, Investorinnen und Investoren müssten sich öffentlich rechtfertigen, bevor ihre Bereitschaft zum Engagement überhaupt als Chance gesehen werde. Ein ähnlicher Eindruck dürfe nun gegenüber den künftigen Betreibern der Physiotherapie in der Roßmühle nicht entstehen. „Wer private Initiative braucht, darf sie nicht wie einen Störfall behandeln“, erklärt Lindörfer. „Feuchtwangen wird nur dann weiterkommen, wenn Stadt, Fördergeber, Betreiber und Investoren darauf vertrauen können, dass Zusagen, Verfahren und politische Linien Bestand haben.“

Daseinsvorsorge sei kein abstraktes Verwaltungsthema, sondern betreffe den Alltag der Menschen. „Eine starke Stadt denkt nicht nur an den nächsten Applaus, sondern an den nächsten Lebensabschnitt ihrer Bürgerinnen und Bürger“, sagt Lindörfer. „Wer heute die medizinische Versorgung stärkt, handelt für Familien, für ältere Menschen, für Arbeitnehmer, für Vereine und für alle, die darauf angewiesen sind, dass Feuchtwangen auch morgen gut funktioniert.“

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