Noch vor dem ersten Spiel im neuen Jahr hat der Handball-Regionalligist TSV Rothenburg den Vertrag mit Trainer Valentin Akushka verlängert.
„Sportlich und menschlich passt da einfach alles zusammen”, begründet Abteilungsleiter Norbert Fink die Entscheidung, den Kontrakt mit dem Weißrussen, der seit Jahrzehnten schon in Deutschland lebt, vorzeitig auf die Spielzeit 26/27 auszuweiten. Der ehemalige Zweitligaspieler, vor Jahren auch für die Rothenburger am Ball, übernahm vergangenen Sommer das Traineramt von Dr. Christian Weigl.
Diese wichtige Personalie lässt den Schluss zu, dass man in Rothenburg mit dem Abschneiden der ersten Mannschaft im bayerischen Oberhaus ganz zufrieden ist. Mit 9:13 Punkten steht der TSV auf dem achten Tabellenplatz und hat sich etwas Vorsprung auf die Abstiegszone erarbeitet. „Wir haben wichtige Spiele gewonnen, aber in der Rückrunde wollen wir uns noch steigern und auch mal einen der Favoriten ärgern”, sagt Akushka. Der 52-Jährige arbeitet bei einer Firma im Vertrieb und wohnt mit seiner Familie, der 17-jährige Sohn spielt Handball in Rimpar, in Waldbüttelbrunn.
„Man muss klar sagen, dass die vier Teams an der Spitze eine Klasse besser sind als der Rest”, sagt Fink. HaSpo Bayreuth, TG Landshut, SG Regensburg und HT München haben erst drei oder vier Minuspunkte und werden den Titelträger unter sich ausmachen. Am anderen Ende der Rangliste stehen mit dem TSV Haunstetten (zwei Punkte) und dem TSV Ismaning (ein Zähler) zwei Absteiger wohl so gut wie fest.
Wie viele Absteiger es gibt, hängt auch vom Geschehen in der dritten Liga ab. Dort belegt der TuS Fürstenfeldbruck mit erst fünf Punkten den letzten Tabellenplatz und dürfte es schwer haben, noch den Klassenerhalt zu schaffen. Besser ist die Lage beim TV Erlangen-Bruck, der mit zwölf Zählern im unteren Mittelfeld rangiert.
Für den TuS interessiert man sich an der Tauber nicht nur bezüglich der Anzahl der Absteiger. Mit Anton Ehrlinger, ehemals Top-Torjäger beim TSV, spielt diese Saison ein Rothenburger für Fürstenfeldbruck. Acht Tore hat Ehrlinger in 15 Spielen für den Drittligisten erzielt.
Für die Rothenburger beginnt die zweite Saisonhälfte mit einem Heimspiel gegen Haunstetten (Samstag, 10. Januar). Die Ausbeute bisher, auch wenn sie nur vier Siege aufweist, ist für Fink in Ordnung: „Richtig ärgerlich war die Heimniederlage gegen den TSV Allach, da haben wir klar Punkte verschenkt”.
Als echte Verstärkung erwies sich der im Sommer geholte Daniel Laugner. Der Kreisläufer ist der zweitbeste Rothenburger Torjäger und hat das Angriffsrepertoire wie geplant erweitert. „Er spielt genau das, was wir uns von ihm versprochen haben. Durch ihn sind wir variabler geworden, er bekommt gute Bälle und verwandelt sie, außerdem reißt er Lücken für die Rückraumspieler”, so Fink.
Auch der Trainer ist sehr angetan von Laugner: „Seine Wurfquote ist überragend”, sagt Akushka.
Bei Rückraumspieler Nikola Becejac, einem weiteren Neuzugang, sieht Fink noch Luft nach oben. „Es waren gute Spiele dabei, insgesamt hat er aber noch nicht alles abgerufen, was er kann”. Der 29-jährige Linkshänder konnte auch wegen zwei roten Karten das Spiel seiner neuen Mannschaft nicht wie erhofft beeinflussen.
Am Anfang seiner Karriere im Männerteam steht dagegen noch Felix Wack, der als Nachwuchsspieler immerhin schon fünf Tore auf dem Konto hat. Bester TSV-Werfer ist trotz anhaltender Schulterprobleme Nedim Jasarevic mit 60 Treffern.