Am Dienstagabend rollten zwischen Siegelsdorf und Neustadt/Aisch keine Züge. Der Grund: Zwei kleinere Brände am Bahndamm, wie Kreisfeuerwehrsprecher Rainer Weiskirchen auf Nachfrage mitteilte.
In Neustadt/Aisch waren am späteren Abend gegen 22.30 Uhr zahlreiche Martinshörner zu hören, gleich mehrere Feuerwehren wurden alarmiert. Einige konnten aber direkt wieder umdrehen. Die Lage vor Ort war laut Weiskirchen doch nicht so dramatisch wie gemeldet. Trotzdem waren Löscharbeiten nötig.
Zuerst wurden die Feuerwehren Hagenbüchach und Mausdorf gegen 22.06 Uhr alarmiert. Stichwort: Brand am Bahndamm. Der Alarm bestätigte sich, der Umfang war glücklicherweise gering. Danach wurde der weitere Abschnitt rund um Emskirchen kontrolliert, so Weiskirchen. Ohne Feststellung.
Ein Anwohner aus dem Neustädter Ortsteil Unterstrahlbach hatte parallel einen Waldbrand vermutet und den Notruf gewählt – die Integrierte Leitstelle hatte deshalb größer alarmiert: Die Feuerwehren aus Neustadt, Dietersheim, Rennhofen, Unterschweinach, Diespeck, die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung und ein THW-Fachberater rückten aus.
Vor Ort entpuppte sich der Waldbrand aber ebenfalls als Bahndamm-Brand bei Oberstrahlbach über rund 500 Quadratmeter. Die Neustädterinnen und Neustädter hatten die Lage aber schnell im Griff, Landwirte unterstützten mit Schwemmfässern, erläuterte der Kreisfeuerwehrsprecher.
Wie die Bahn in einer Streckenagenten-Meldung am Abend mitteilte, war der Abschnitt zwischen Siegelsdorf und Neustadt/Aisch wegen eines Feuerwehreinsatzes gesperrt. „Die Züge werden an geeigneten Stellen vorübergehend zurückgehalten. Es kommt zu Verspätungen und Ausfällen.” Betroffen waren laut DB die Linien RE 10, S6 und RB12, also die Zenngrundbahn.
Weiskirchen vermutet, dass Funkenflug durch einen Zug für die Brände verantwortlich sein könnte, das würde auch die kurz hintereinander aufschlagenden Einsätze nicht weit voneinander entfernt erklären.