Die Deutsche Bahn investiert weiter in ihre Infrastruktur. Deshalb kommt es Ende September zu Instandhaltungsarbeiten im Bereich der Schienen, die in Ansbach verlegt sind. In einer Information an Anwohnerinnen und Anwohner wird deshalb auf Baulärm und Sirenengeheul hingewiesen.
Konkret geht es um rund 500 Meter Schiene, die in Ansbach erneuert werden müssen. Die Arbeiten sollen zwischen 24. und 28. September jeweils zwischen 22 und 5 Uhr erledigt werden, wie es in dem Schreiben an Anwohnerinnen und Anwohner heißt.
Dass die Arbeiten in die Zeit von 22 bis 5 Uhr gelegt werden, ist eine bewusste Entscheidung der Deutschen Bahn. „Aus betrieblichen Gründen können die Arbeiten nur nachts durchgeführt werden”, heißt es dazu in der Information für die Anwohnerinnen und Anwohner. Die Begründung: In diesem Zeitraum sind weniger Züge auf den Schienen unterwegs. So wollen die Verantwortlichen die negativen Auswirkungen auf den Zugverkehr so gering wie möglich halten.
Da der Verkehr in dem Zeitraum aber nicht gänzlich eingestellt wird, müssen Vorkehrungen getroffen werden, um die Menschen zu schützen, die an den Schienen arbeiten. Zum Einsatz kommt deshalb ein automatisches Warnsystem (ATWS), das umgangssprachlich als Rottenwarnanlage bezeichnet wird.
Das ATWS stößt verschiedene Warnsignale aus, je nachdem, wie die Arbeiterinnen und Arbeiter vor herannahenden Zügen gewarnt werden sollen. Damit dies gewährleistet ist, müssen die Warnsignale eine gewisse Lautstärke haben, um den Lärm der Bauarbeiten zu übertönen. „Eine nächtliche Lärmentwicklung lässt sich deshalb leider nicht vermeiden”, heißt es zusammenfassend in dem Schreiben.
Das Warnsignal dürfte den Ansbacherinnen und Ansbachern nur zu bekannt vorkommen. In den vergangenen Jahren kam es immer wieder bei Bahn-Baustellen zum Einsatz – inklusive der Beschwerden von Menschen, die sich von dem Ton gestört gefühlt haben. Zuletzt war dies im Juli dieses Jahres der Fall, als rund 1450 Meter Gleis im Bahnhof instand gesetzt werden mussten.
Außerdem weist die Deutsche Bahn darauf hin, dass die Schienen verschweißt werden müssen. Dabei entstehe eine helle Lichtquelle, die „möglicherweise irrtümlich als Brand wahrgenommen werden könnte”.