Ein verdächtiger Gegenstand hat am Dienstag auf dem Gelände der Storck Barracks in Illesheim (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) für einen Einsatz der US-Behörden und der bayerischen Polizei gesorgt. Diese räumten das Gebiet um den Fundort. Das Objekt – laut Polizei der Zünder einer Rakete – wurde ohne Gefahr geborgen.
Wie Gerlinde Hoyle, Pressesprecherin der US-Armee für die Standorte Ansbach und Illesheim, erklärt, tauchte der Gegenstand am späten Vormittag bei Bauarbeiten im südwestlichen Eck des Flugfelds auf. Dort, fernab der Wohnunterkünfte, laufen derzeit Grabungen, um eine Straße zu befestigen. Weil zunächst unklar war, ob von dem verrosteten Objekt Explosionsgefahr ausging, sperrte die Army das Areal im Umkreis von 300 Metern ab, beschreibt Hoyle.
Beamte der Polizeiinspektion Bad Windsheim sicherten wiederum den Bereich außerhalb des Kasernengeländes inklusive eines angrenzenden Radwegs.
Spezialisten für Kampfmittelbeseitigung der Army aus Grafenwöhr untersuchten im Anschluss das gefundene militärische Bauteil. Nach Angaben der Polizei handelte es sich um einen inaktiven Zünder einer Rakete, die US-Armee sprach lediglich von einem „mutmaßlichen, nicht explodierten Kampfmittel”. Das 13 Zentimeter lange Objekt wurde fachgerecht entsorgt.
Ob es sich dabei um Hinterlassenschaften der US-Armee oder Reste aus dem Zweiten Weltkrieg handelte, konnte Hoyle nicht beantworten. Der Flugplatz Illesheim war bis zur Übernahme durch die US-Armee 1945 von der Luftwaffe der Nationalsozialisten genutzt worden.