Den richtigen Riecher hatten Polizeibeamte der Inspektion Rothenburg, als sie am Donnerstag gegen 23 Uhr auf der Autobahn A7 einen VW zu einer Fahndungskontrolle stoppten. Der führerscheinlose Fahrer entpuppte sich als Zigarettenschmuggler.
Der 31-Jährige war in Richtung Ulm unterwegs, als ihn die Polizei an der Anschlussstelle Bad Windsheim herauswinkte. Der Syrer händigte den Beamten einen internationalen Führerschein aus und behauptete, seine nationale Lizenz zu Hause vergessen zu haben. Doch das Dokument, das er vorlegte, erwies sich als „Totalfälschung”, wie es im Bericht der Rothenburger Inspektion heißt. Der Mann war somit nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis.
Doch damit nicht genug. Als die Beamten das Fahrzeug inspizierten, stießen sie auf insgesamt rund 5000 Schachteln Zigaretten, die über keinerlei Steuerzeichen verfügten.
Damit war die Reise des 31-Jährigen zunächst einmal beendet. Die Polizei unterband die Weiterfahrt und stellte den Fahrzeugschlüssel sicher. Gegen den Fahrer wurden Ermittlungsverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Steuerhehlerei und Urkundenfälschung eingeleitet. Das Hauptzollamt München wurde informiert und übernimmt die weiteren Ermittlungen.
Ungemach droht auch dem Halter, auf den der VW zugelassen ist. Gegen diese Person wird wegen der Ermächtigung zum Fahren ohne Fahrerlaubnis ermittelt.