Augsburger Ansage vor Bayern-Kracher: „Wie ein Wahnsinniger“ | FLZ.de

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Veröffentlicht am 08.10.2026 15:03, aktualisiert am 08.10.2026 15:40

Augsburger Ansage vor Bayern-Kracher: „Wie ein Wahnsinniger“

Wird gegen den FC Bayern taktisch ziemlich gefordert sein: Augsburg-Coach Baum. (Archivbild) (Foto: David Inderlied/dpa)
Wird gegen den FC Bayern taktisch ziemlich gefordert sein: Augsburg-Coach Baum. (Archivbild) (Foto: David Inderlied/dpa)
Wird gegen den FC Bayern taktisch ziemlich gefordert sein: Augsburg-Coach Baum. (Archivbild) (Foto: David Inderlied/dpa)

Immerhin um eine Sache muss sich Manuel Baum vor dem höchst komplizierten Spiel seines FC Augsburg gegen den FC Bayern nicht kümmern: Zu wem eigentlich sein Sohn Lionel am Samstag (15.30 Uhr/Sky) hält. Der Bub spielt im Nachwuchs der Münchner, sein Papa ist Coach des FCA. „Er hat gesagt, er hält zu dem, der gewinnt“, verriet Baum Senior grinsend. Solche innerfamiliären Fanfragen seien damit kein Thema im Hause Baum. „Er geht seinen Weg und ich fokussiere mich auf Augsburg“, erklärte der Trainer.

Den Fokus sollte Baum vor dem Match gegen den Fußball-Rekordmeister auch tunlichst nicht verlieren - größer kann die Herausforderung aktuell kaum sein. Die Bayern sind nicht nur absolute Experten darin, sich mit Siegen nach Länderspielpausen zurückzumelden. In Harry Kane und Michael Olise haben sie auch zwei derzeit überragende Profis in ihren Reihen, die beide jeweils Chancen auf den Gewinn des Ballon d'Or als weltbester Fußballer haben.

Intensität vor Taktik

Dass man die Münchner von Coach Vincent Kompany deshalb individuell nicht stellen kann, das ist Augsburgs Baum bewusst. Er setzt ganz auf Augsburger Tugenden: hohe Laufbereitschaft, völlige Hingabe und ganz viel Intensität. „Es muss jeder in jeder Sekunde wie ein Wahnsinniger sprinten“, forderte er. Seine Spieler müssten „emotionalen Druck“ auf die Bayern aufbauen, „damit die das Gefühl haben: Mensch, der kommt gleich wieder hinter mir. Das ist teilweise viel wichtiger als die ganzen Pläne, die man von uns Trainern immer hört.“

Verstecken müssen sich die Fuggerstädter freilich nicht. Sie haben mit sieben Punkten aus bislang vier Partien eine - für ihre Verhältnisse - starke erste Saisonphase hingelegt. In der Tabelle liegen sie als Vierte nur drei Zähler hinter den zweitplatzierten Bayern. Darüber hinaus war der FCA in der vorigen Saison das einzige Team in der Bundesliga, das die Münchner schlagen konnte.

Credo aus dem Kampfsport - aber was ist mit Olise?

Solch einen Coup soll es am Wochenende wieder geben in der ausverkauften WWK Arena. Dafür redet Baum seine Schützlinge schon seit Tagen stark. „Mit dem Glauben geht alles los. Wenn du es dir nicht vorstellen kannst, dann wird es nie im Leben passieren.“ Jeder in seinem Team müsse voller Überzeugung sein. Er habe sich ein Zitat aus dem Kampfsport ausgeliehen, schilderte der Coach: „Wenn man nur auf die Schlagkraft des Gegners schaut, dann hat man schon verloren. Man muss auf seine eigenen Hände schauen.“

Ganz vernachlässigen sollten die Schwaben die Füße ihrer Gegner aber auch nicht - vor allem jene von Ausnahmefußballern wie Olise. Das weiß Baum natürlich. „Wo du ihn nicht verteidigen kannst, ist im eins gegen eins. Aber es wird auch schwierig, wenn du zu zweit bist oder zu dritt.“

Zwei Varianten als Banks-Ersatz

Zu allem Überfluss müssen die Fuggerstädter ihre Abwehr umbauen, weil Noahkai Banks für die rechte Seite der Dreierdefensive verletzt ausfällt. Coach Baum verriet, dass er sich zwischen zwei Varianten entscheiden müsse, die er in dieser Woche getestet habe: Entweder ersetzt er Banks positionsgetreu mit Juma Bah. Oder Routinier Jeffrey Gouweleeuw kommt in die Startelf und der eigentliche zentral vorgesehene Chrislain Matsima geht nach rechts.

© dpa-infocom, dpa:261008-930-809802/2


Von dpa
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