Ansbach ordnet seine Sanierungsgebiete neu | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.05.2023 16:30

Ansbach ordnet seine Sanierungsgebiete neu

Etwa 50 Hektar umfasst das Areal, das als Sanierungsgebiet „Ansbach-Kernstadt“ vom Stadtrat festgesetzt werden soll. Dieses umfasst im Wesentlichen das Zentrum der Stadt. Durch Einzelmaßnahmen sollen etwa die Attraktivität, das Klima und die Barrierefreiheit verbessert werden. (Foto: Walter Röber)
Etwa 50 Hektar umfasst das Areal, das als Sanierungsgebiet „Ansbach-Kernstadt“ vom Stadtrat festgesetzt werden soll. Dieses umfasst im Wesentlichen das Zentrum der Stadt. Durch Einzelmaßnahmen sollen etwa die Attraktivität, das Klima und die Barrierefreiheit verbessert werden. (Foto: Walter Röber)
Etwa 50 Hektar umfasst das Areal, das als Sanierungsgebiet „Ansbach-Kernstadt“ vom Stadtrat festgesetzt werden soll. Dieses umfasst im Wesentlichen das Zentrum der Stadt. Durch Einzelmaßnahmen sollen etwa die Attraktivität, das Klima und die Barrierefreiheit verbessert werden. (Foto: Walter Röber)

Ansbach soll attraktiver werden: Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Sanierungsgebiete in der Stadt neu geordnet. Der Bauausschuss hat dem Stadtrat jetzt einstimmig empfohlen, das etwa 50 Hektar große Sanierungsgebiet „Ansbach-Kernstadt“ festzulegen, das im Wesentlichen das Zentrum umfasst – inklusive zahlreicher Maßnahmen.

In der Rahmenplanung ist „ein bunter Strauß an Maßnahmen“ zusammengekommen, wie Baureferent Jochen Büschl im Bauausschuss sagte. Das bedeutet aber nicht, dass all diese Einzelpunkte sofort und auf einmal umgesetzt werden. Zum einen deshalb, weil das Sanierungsgebiet auf 15 Jahre festgesetzt wird.

Zum anderen hat es mit den Zuschüssen aus der Städtebauförderung zu tun. Die Erfahrung hat gezeigt, dass alle aufgeführten Maßnahmen einfacher in die Städtebauförderung eingebracht werden können, wenn sie tatsächlich umgesetzt werden. „In dem Fall ist die Vollständigkeit wichtig.“

Eine Bestandserhebung und Mängelanalyse

Die Rahmenplanung samt Maßnahmenpaket stellte Stadtplanerin Petra Güttler-Optiz vom Nürnberger Planungsbüro „Projekt 4“ vor. Vorausgegangen waren eine Bestandserhebung und eine Mängelanalyse. Aus den Ergebnissen wurden mögliche Maßnahmen formuliert – unter anderem die Neugestaltung der Bischof-Meiser-Straße oder die Schaffung neuer Grünflächen.

Grundsätzlich wurde Güttler-Optitz zufolge zwischen den Bereichen Sanierung Baustrukturen, Nutzungsstrukturen, Grünflächen/Freiflächen sowie Entsiegelungsmaßnahmen und Verkehrssicherheit unterschieden. Durch die Planung habe man einerseits einen Sanierungsbedarf nachgewiesen, berichtete sie. Andererseits habe man dargestellt, dass Maßnahmen realisierbar seien, um eine Verbesserung herbeizuführen.

Durch das Maßnahmenpaket können die Verwaltung und der Stadtrat priorisieren, welche Punkte sie für die Städtebauförderung anmelden, um die Ziele wie eine höhere Attraktivität, mehr Barrierefreiheit sowie einen besseren Radverkehr und ein besseres Stadtklima zu erreichen.

Grünen-Stadträtin Sabine Stein-Hoberg hakte beim Thema klimaorientierte Stadterneuerung nach. Sie wollte von der Verwaltung wissen, was denn etwa bei den Themen Entsiegelung und Begrünung wichtig sei. Stadtgrün, Ökoklima, Dachbegrünung oder auch die Entsiegelung seien wichtige Ziele der Stadtentwicklung, hielt Büschl fest. In einem Gebiet wie der Innenstadt gibt es ihm zufolge aber Punkte, die miteinander konkurrieren. Als Beispiele führte der Baureferent den Denkmalschutz, die enge Bebauung und den knappen öffentlichen Raum an. „Das ist alles in ein gewisses Maß zu bringen.“

Das seien alles keine neuen Themen, ergänzte Güttler-Opitz. Diese seien jetzt aber mehr in den Fokus gerückt. Ganz konkrete Maßnahmen konnte die Stadtplanerin nicht benennen. „Wir machen zum jetzigen Zeitpunkt keine Objektplanung“, erklärte sie. Geht es dann in die konkrete Umsetzung, „müssen diese Punkte aber beachtet werden“, hielt sie fest.

Im Rahmen des Verfahrens hat die Stadt die Öffentlichkeit und die Träger öffentlicher Belange beteiligt. Der Seniorenbeirat wünscht sich zum Beispiel mehr Sitzgelegenheiten im Schatten, wie die städtische Stadtentwicklerin Andrea Heinlein berichtete. Die Regierung von Mittelfranken verwies auf die Ziele des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK). „Diese halten wir ein“, betonte Heinlein. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) begrüßt die Planungen. In der Stellungnahme heißt es unter anderem, dass die Sanierung das Ziel verfolgen solle, dass die Innenstadt attraktiver werde.


Florian Schwab
Florian Schwab
Redakteur
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