2,4 Millionen Euro für neue Brücke am Stauferwall in Dinkelsbühl | FLZ.de

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Veröffentlicht am 21.02.2024 19:01

2,4 Millionen Euro für neue Brücke am Stauferwall in Dinkelsbühl

Die Stauferwallbrücke in Dinkelsbühl soll ab März 2025 erneuert werden. Der Stadtrat gab dafür einstimmig grünes Licht. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Die Stauferwallbrücke in Dinkelsbühl soll ab März 2025 erneuert werden. Der Stadtrat gab dafür einstimmig grünes Licht. (Foto: Friedrich Zinnecker)
Die Stauferwallbrücke in Dinkelsbühl soll ab März 2025 erneuert werden. Der Stadtrat gab dafür einstimmig grünes Licht. (Foto: Friedrich Zinnecker)

In die Jahre gekommen ist die Stauferwallbrücke, die über die Bahnlinie führt und eine wichtige Verbindung ins Gewerbegebiet Ost darstellt. Im kommenden Jahr soll das Bauwerk neu gebaut werden. Dem Stadtrat wurde jetzt die Planung präsentiert.

Die Spannbetonbrücke aus Fertigteilen und Ortbeton mit dem Namen „Am Stauferwall“ wurde 1963 errichtet und entspricht nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen. Das Bauwerk sei verbraucht und außerdem seit längerem nicht mehr ausreichend standsicher. Deshalb kann sie schon seit Jahren nur noch eingeschränkt genutzt werden. Die Brückenbreite wurde verengt, um die Belastung zu reduzieren. Ein Ersatzneubau sei unvermeidbar, hieß es in der Sitzung.

Weil in den kommenden Jahren auch die Bahnreaktivierung auf der Agenda steht, ist die Dinkelsbühler Stadtverwaltung überzeugt, dass eine Brückenerneuerung sinnvoll wäre, ehe der erste Zug fährt. Um die Reaktivierungszeitschiene nicht zu beeinträchtigen, soll deshalb ab Anfang 2025 gebaut werden. Handlungsbedarf besteht auch deswegen, weil die Brücke in der Bechhofener Straße vom Staatlichen Bauamt Ansbach ab 2026 erneuert werden soll.

Das Ingenieurbüro Diethei aus Nördlingen hat sich bereits seit 2016 mit dem Brückenprojekt befasst, damals wurde ein Ingenieurvertrag geschlossen. Der Stadtrat zeigte sich einstimmig einverstanden, diesen Ingenieurvertrag mit allen weiteren Leistungsphasen stufenweise fortschreiben.

Stahlbetonkonstruktion als Vollplatte

In diesem Jahr soll nun zunächst das Genehmigungsverfahren über die Bühne gebracht werden. Die Planung sieht eine Dreifeldbrücke mit einem Stahlbetonüberbau auf einem Stahlbetonunterbau vor. Der Stahlbetonbau soll als Vollplatte ausgeführt werden, hieß es. Entscheidend für die Wahl dieser Konstruktion sei die festgesetzte lichte Durchfahrtshöhe von mehr als 5,30 Metern.

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Die Brücke werde mit sechs Metern so breit, dass auf beiden Seiten ein Radweg möglich wäre. Nach dem städtischen Fuß- und Radwegekonzept führt diese Verbindung künftig über die neue Stauferwallbrücke, die aus diesem Grund mit einer Geh- und Radwegbreite von 2,50 Metern ausgeführt werden soll.

Das Geländer erhalte nach dem heutigen Sicherheitsniveau eine Höhe von 1,30 Metern. Aufgrund der zeitlich aufeinanderfolgenden Baumaßnahmen könne die Realisierung des Radwegekonzeptes jedoch nicht zeitgleich mit dem Bau der Stauferwallbrücke erfolgen. Die Umsetzung ist deshalb für das Jahr 2027 geplant.

Optisch ansprechend

Betont wurde in der Sitzung auch, dass die Planung mit der Mittelfränkischen Eisenbahngesellschaft abgestimmt worden sei. Die Konstruktion solle auch optisch ansprechend werden. Angefahren werden soll die Baustelle über das noch ungenutzte Gleisbett.

Die ermittelten Gesamtkosten für den Brückenneubau auf Grundlage der Kostenschätzung belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro. Gerechnet wird mit einer Förderung von rund 60 Prozent. Die Vergabe der Bauleistungen erfolgt durch separate Beschlussvorlagen später. Im städtischen Haushalt sollen die Mittel für das Haushaltsjahr 2024 und 2025 entsprechend eingeplant werden.

Während der Bauphase, die im März 2025 beginnen und im Spätherbst abgeschlossen werden soll, kommt es zu Umleitungen, von denen besonders die Gewerbebetriebe betroffen seien, wie Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer anmerkte. Die Firmen würden rechtzeitig informiert, dass möglichst Fahrzeuge mit weniger als 20 Tonnen zum Einsatz kommen sollen. Gedacht ist an Einbahnstraßenregelungen im Wohngebiet Südhang.

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