Warnstreik bremst Nahverkehr in Augsburg und Regensburg aus | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.02.2026 17:31, aktualisiert am 19.02.2026 13:03

Warnstreik bremst Nahverkehr in Augsburg und Regensburg aus

Streikende halten Fahnen der Gewerkschaft Verdi und sind mit Warnwesten gekleidet.  (Foto: Stefan Puchner/dpa)
Streikende halten Fahnen der Gewerkschaft Verdi und sind mit Warnwesten gekleidet. (Foto: Stefan Puchner/dpa)
Streikende halten Fahnen der Gewerkschaft Verdi und sind mit Warnwesten gekleidet. (Foto: Stefan Puchner/dpa)

Wer in Augsburg oder Regensburg mit Tram oder Bus zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen fahren wollte, hat sich eine Alternative suchen müssen. Wegen eines Warnstreiks kam der öffentliche Nahverkehr in den beiden dritt- und viertgrößten Städten Bayerns weitgehend zum Erliegen.

Von den 76 Straßenbahnen, die in Augsburg morgens normalerweise starten, seien am Donnerstag nur zwei gefahren, teilten die Stadtwerke (SWA) mit. Am Vormittag war lediglich noch eine Straßenbahn im Einsatz. Zudem fuhren aufgrund des Aufrufs der Gewerkschaft Verdi nur sieben Busse. Diese Linien seien an private Busunternehmen vergeben, die nicht bestreikt würden. 

Die Stadtwerke verwiesen darauf, dass die 960 Leihfahrräder in der Stadt mehrmals täglich bis zu einer halben Stunde kostenlos genutzt werden könnten. Die Buchung erfolge über eine App. 

In Regensburg, wo nicht nur am Donnerstag, sondern auch am Freitag gestreikt wird, gab es einem Sprecher der Stadtwerke zufolge erhebliche Ausfälle. Betroffen seien auch Schulbus-, die Campus- sowie Express-Buslinien, hieß es. Einzelne Stadtbusse, die von privaten Busunternehmen betrieben werden, sind unterwegs. Regionalbusse sind nicht betroffen.

Ringen um Gehaltsplus

Verdi will für die rund 9.000 Branchenbeschäftigten in Bayern unter anderem rund 670 Euro mehr pro Monat sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Der Kommunale Arbeitgeberverband kritisierte die Arbeitsniederlegungen: Die Forderungen der Gewerkschaft seien nicht erfüllbar.

„Daran können auch die derzeitigen Streiks nichts ändern. Sie belasten daher die Bevölkerung zu Unrecht“, teilte der Verband mit. Zudem würden die Kostensteigerungen durch höhere Löhne „zwangsläufig zu höheren Fahrpreisen und einer Reduzierung des Verkehrsangebots führen“.

Die nächsten Warnstreiks stehen bereits am Freitag an. Neben Regensburg werden dann auch Passau und Landshut betroffen sein.

© dpa-infocom, dpa:260218-930-705099/4


Von dpa
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