Für Waldhonig sind nicht nur Bienen nötig, sondern auch Blattläuse. Denn aus den zuckerhaltigen Ausscheidungen der Insekten, die Pflanzensaft saugen, machen Bienen den Waldhonig, wie Katharina Holthausen von der Verbraucherzentrale Bayern erklärt. „Typische Bäume, auf denen die Tiere leben, sind Fichten, Tannen, Kiefern oder auch Eichen“, sagt die Ernährungsexpertin.
Der Vorteil von Waldhonig für uns in der Küche: Er bleibt lange flüssig, kristallisiert nicht so schnell wie Blütenhonig. Damit lässt er sich leicht unterrühren, zum Beispiel in Desserts oder Salatsoßen. Ihnen verleiht er eine herbsüße Geschmacksnote.
Zwar kann man Waldhonig auch zum Backen verwenden. Aber wie bei Blütenhonig sind die im Waldhonig enthaltenen gesundheitsförderlichen Antioxidantien und Enzyme hitzeempfindlich. „Bei Temperaturen ab vierzig Grad Celsius werden sie bereits zerstört, weshalb sie im Gebäck keinen gesundheitlichen Nutzen mehr haben“, sagt Katharina Holthausen.
Das ist auch für Teetrinker relevant: Wer den Tee mit Honig statt mit Zucker süßen möchte, lässt das Getränk deshalb lieber zuerst etwas abkühlen, bevor er oder sie je nach Geschmack Blüten- oder Waldhonig einrührt.
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