VW backt jetzt auch für die Generation E kleinere Brötchen. Denn nach zwei Jahren Vorgeplänkel starten die Niedersachsen endlich ihre große Kleinwagen-Offensive und öffnen noch Ende April die Bestellbücher für den ID.Polo. Der erste von insgesamt drei elektrischen Kleinwagen kann noch im Mai für Preise ab 24.995 Euro bestellt werden und soll nach den Sommerferien auf die Straße kommen, teilt der Hersteller mit.
Markenvorstand Thomas Schäfer verspricht dafür einen „echten Volkswagen für das elektrische Zeitalter“ und will beweisen, „dass elektrische Einstiegsmobilität keine Kompromisse braucht“, sondern hochwertig und alltagstauglich sein kann.
So misst der ID.Polo zwar nur 4,05 Meter, will aber bei 2,60 Metern Radstand ein vollwertiger Fünfsitzer sein. Außerdem schluckt sein Kofferraum zwischen 435 und 1.243 Liter. Obwohl etwas kürzer als der konventionelle Polo, der als Verbrenner weiterhin angeboten wird, ist der ID.Polo damit geräumiger.
Für den Antrieb haben die Niedersachsen zunächst drei Motoren und zwei Akkus im Angebot: Es gibt den Kleinwagen mit 85 kW/116 PS, 99 kW/135 PS oder 155 kW/211 PS.
Die beiden schwächeren Motoren sind gekoppelt mit einem 37 kWh großen LFP-Akku für rund 300 Kilometer Normreichweite, das Top-Modell speist ein 52 kWh großer Akku, der bis zu 455 Kilometer ermöglichen soll. Geladen wird mit maximal 90 oder 130 kW.
VW wendet sich mit dem ID.Polo an eine eher sparsame Kundschaft. Im kommenden Jahr soll es noch einen ID.Polo GTI geben, der mit 166 kW/227 PS den gleichen Sportsgeist haben soll, wie der erste Golf GTI, stellt Thomas Schäfer in Aussicht.
Mit volkstümlichen Preisen ist dann aber nicht mehr zu rechnen - alle Indizien deuten darauf hin, dass der Polo GTI erst in der zweiten Hälfte der 30.000-Euro-Marke zu bekommen sein wird.
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