Es war ein außerordentlich kurzer Prozess. Der Vorsitzende Richter Michael Fischer verkündete am Landgericht Nürnberg-Fürth bereits nach zweieinhalb Stunden das Urteil. Der heute 19-Jährige wird auf unbestimmte Zeit in einer Klinik für psychisch kranke Straftäter untergebracht. Er tötete bei einem Jagdausflug in Burgbernheim seinen Vater. Der 54-Jährige ahnte nichts von der Gefahr.
Mit rotem Aktenordner vor dem Gesicht betritt der junge Mann den Saal. Rund 1,75 Meter groß, schmale Statur und blass. Seine beiden Anwälte Dr. Markus Bessler und Dr. Philipp Schulz-Merkel achten penibel darauf, dass sein Gesicht verdeckt bleibt, während die Kameras der Medienvertreter klicken. Mit kleinen Schritten tastet er sich bis zu seinem Stuhl vor. Eine Kette hält seine Füße nah beieinander. Er nimmt Platz.
Der heute 19-Jährige aus Ludwigsburg (Baden-Württemberg) hatte bei einem Jagdausflug nach Burgbernheim (Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim) am 1. Mai 2024 seinen Vater erschossen. Die Tat gilt als Totschlag.
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