Umfrage: Frauen haben mehr Sorge um ihre finanzielle Zukunft | FLZ.de

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Veröffentlicht am 25.02.2026 07:01

Umfrage: Frauen haben mehr Sorge um ihre finanzielle Zukunft

Es ist nie zu spät, mit dem Sparen anzufangen: Wer allerdings früh startet, kann den Zinseszinseffekt besser für sich nutzen. (Foto: Annette Riedl/dpa/dpa-tmn)
Es ist nie zu spät, mit dem Sparen anzufangen: Wer allerdings früh startet, kann den Zinseszinseffekt besser für sich nutzen. (Foto: Annette Riedl/dpa/dpa-tmn)
Es ist nie zu spät, mit dem Sparen anzufangen: Wer allerdings früh startet, kann den Zinseszinseffekt besser für sich nutzen. (Foto: Annette Riedl/dpa/dpa-tmn)

Frauen verdienen im Schnitt noch immer 16 Prozent weniger als Männer. Auf dieses geschlechtsspezifische Lohngefälle macht der Equal Pay Day Jahr für Jahr aufmerksam, der dieses Jahr am 27. Februar stattfindet. Kein Wunder also, dass Frauen deutlich pessimistischer in ihre finanzielle Zukunft schauen als Männer. Aber was lässt sich dagegen tun?

  • Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Vergleichsportals Verivox zufolge glaubt rund die Hälfte der Frauen (46,9 Prozent) im Ruhestand schlecht finanziell abgesichert zu sein.
  • Unter den Männern gibt das nur rund jeder Dritte (35,1 Prozent) an.
  • Männer glauben darum auch seltener (54,8 Prozent) als Frauen (66,3 Prozent), dass sie sich im Alter einschränken müssen.

Als Grund für die finanzielle Schlechterstellung im Alter geben Frauen häufig den fehlenden finanziellen Spielraum (66,9 Prozent) und Erwerbsunterbrechungen (43,4 Prozent) an. Geringere Einkünfte im Laufe ihres Erwerbslebens ermöglichen ihnen häufig nicht, privat so viel Geld wie Männer zurücklegen. Mehr als jeder dritte Mann (35,5 Prozent) kann immerhin mehr als 100 Euro pro Monat sparen, während es unter den Frauen nur rund jede vierte (24,3 Prozent) ist. 

Diese Tipps gibt eine Verbraucherschützerin

Doch welche Möglichkeiten haben Frauen, um optimistischer in die finanzielle Zukunft schauen zu können? Katharina Lawrence von der Verbraucherzentrale Hessen gibt folgende Tipps:

  • Analysieren Sie Ihre aktuelle finanzielle Situation. Stellen Sie alle Einnahmen und Ausgaben gegenüber und kündigen Sie im Zweifel ungenutzte Abos oder überflüssige Verträge, um sich mehr Spielraum für die private Altersvorsorge zu verschaffen.
  • Tilgen Sie dann zunächst Ihre Schulden, bevor Sie sich ans Sparen machen. Bauen Sie sich eine Notreserve von drei bis maximal fünf Nettomonatseinkommen auf, die auf einem gut verzinsten Tagesgeldkonto liegen und flexibel verfügbar sind.
  • Fangen Sie anschließend mit dem Sparen an und lassen Sie sich dabei nicht entmutigen. „Auch mit kleinen Beträgen, wenn über viele Jahre angelegt, lassen sich ansehnliche Beträge erwirtschaften“, sagt Verbraucherschützerin Lawrence. Legen Sie nach Möglichkeit jeden Monat mindestens zehn Prozent des Einkommens gewinnbringend für das Alter an. Dabei gilt: Wer jung startet, kann sich den Zinseszinseffekt besser zunutze machen. Einen zu späten Start gibt es aber nicht. Wer erst mit 40 oder 50 Jahren startet, sollte dafür mit höheren Sparquoten punkten.
  • Schließen Sie keine komplizierten Anlageverträge ab, die Sie nicht verstehen. Fallen Sie auch nicht auf dubiose Geldanlagen herein, die gerne über Social Media oder Messengerdienste angeboten werden. Ein einfacher monatlicher Sparplan in weltweit streuende, börsengehandelte Indexfonds (ETF) kann ausreichen.
  • Achten Sie zudem darauf, während des gesamten Erwerbslebens in einem verpflichtenden System wie der Deutschen Rentenversicherung rentenversichert zu sein - nicht nur wegen der Altersrente, sondern auch wegen der Ansprüche auf eine Erwerbsminderungsrente für den Fall der Fälle. „Gerade Frauen haben häufig lückenhaftere Erwerbsbiographien als Männer“, so Lawrence. Wer als Minijobberin etwa bislang auf die Rentenversicherungspflicht verzichtet, hat ab dem 1. Juli 2026 die Möglichkeit, die Befreiung von der Rentenversicherungspflicht einmalig zu widerrufen und zur Versicherungspflicht zurückzukehren.

© dpa-infocom, dpa:260225-930-732131/1


Von dpa
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