Umbau des Ämtergebäudes in Ansbach kostet 4,3 Millionen Euro | FLZ.de

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Veröffentlicht am 09.10.2023 17:53

Umbau des Ämtergebäudes in Ansbach kostet 4,3 Millionen Euro

Barrierefreiheit, mehr Arbeitsplätze, Sozial- und Besprechungsräume: Im Ämtergebäude Nürnberger Straße 32 stehen umfangreiche Umbauarbeiten an. Die sollen noch diesen Monat beginnen. (Foto: Jim Albright)
Barrierefreiheit, mehr Arbeitsplätze, Sozial- und Besprechungsräume: Im Ämtergebäude Nürnberger Straße 32 stehen umfangreiche Umbauarbeiten an. Die sollen noch diesen Monat beginnen. (Foto: Jim Albright)
Barrierefreiheit, mehr Arbeitsplätze, Sozial- und Besprechungsräume: Im Ämtergebäude Nürnberger Straße 32 stehen umfangreiche Umbauarbeiten an. Die sollen noch diesen Monat beginnen. (Foto: Jim Albright)

Der Umbau des städtischen Ämtergebäudes in der Nürnberger Straße 32 wird erheblich teurer als angenommen. Hatten die Stadträte im Juni 2022 noch Baumaßnahmen für knapp 2,5 Millionen Euro beschlossen, so gehen die Planungen des Hochbauamtes aktuell von Baukosten in Höhe von 4,3 Millionen Euro aus.

Die Kostensteigerung ist zum Teil dem Anstieg der Preise gegenüber dem Vorjahr geschuldet. Einige der 2022 beschlossenen Maßnahmen haben sich aber auch als erheblich aufwendiger erwiesen, und es sind eine Reihe von Maßnahmen hinzugekommen, die Verbesserungen sowohl für die Bürger als auch für die Mitarbeiter bringen sollen.

Mehr Arbeitsplätze und Sozialräume

Hochbauamtschef Dr. Frank Simons hatte die Sanierung ursprünglich in fünf Bausteine gegliedert.

Baustein 1 ist der Brandschutz: Hier soll das Treppenhaus so umgebaut werden, dass ein Feuer im Erdgeschoss nicht mehr den Rettungsweg aus den Obergeschossen versperrt. Außerdem müssen die Decken des Gebäudes ausgetauscht werden, weil in ihnen Kabel verlegt sind. Hier bleiben die Kosten nahezu unverändert bei 649.000 Euro.

Baustein 2 dient der Schaffung neuer Arbeitsplätze und der Einrichtung von Besprechungszimmern. Hier waren 2022 fünf Besprechungsräume vorgesehen, inzwischen wird mit acht Besprechungsräumen geplant. Zusätzlich soll es drei dringend benötigte Sozialräume für die Mitarbeiter geben und in jeder der drei Etagen einen Anlaufpunkt für die Bürger. Dadurch schlägt dieser Baustein statt mit 330.000 Euro jetzt mit 838.000 Euro zu Buche.

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Baustein 3 bringt einen rollstuhlgerechten Aufzug im Zentrum des Treppenhauses, um das Gebäude endlich barrierefrei zu erschließen. Der Einbau des Aufzuges, der noch im Laufe dieses Monats geliefert werden soll, hat sich als aufwendiger erwiesen, sodass die Kosten von 247.000 auf 329.000 Euro steigen. In diesem Baustein hinzugekommen ist die Errichtung einer barrierefreien WC-Anlage, was Mehrkosten von 330.000 Euro bringt.

Baustein 4 betrifft den Windfang am Eingang. Dort sind die automatischen Schiebetüren ursprünglich zu nah aneinander gebaut worden. Deshalb war die Außentür noch nicht geschlossen, während sich die Innentür bereits öffnete.

Später wurde im Zuge einer Reparatur die Innentür aus- und nie wieder eingebaut. Effekt: Jeder Bürger, der im Winter das Ämtergebäude betritt, sorgt für einen Kaltlufteinfall – nicht gut für das 2017 aufwendig energetisch sanierte Gebäude. Ursprünglich wollte man den Windfang für 76.000 Euro erweitern – jetzt muss die Anlage für 129.000 Euro komplett neu gebaut werden.

Baustein 5 ist die Kfz-Zulassung, die – ursprünglich für knapp 1,2 Millionen Euro – ihren Platz im Erdgeschoss finden soll. Hier sind die Kosten wegen der Inflation um 100.000 Euro gestiegen. Aufgrund einer Organisations-Untersuchung hatte man 2022 beschlossen, die Zulassungsstelle vom bereits für 1,5 Millionen Euro umgebauten Bürgeramt zu trennen. Die Kfz-Zulassung soll 2025 vom Provisorium Karlshalle wieder in die Nürnberger Straße 32 ziehen.

Beginn für diesen Monat vorgesehen

Zusätzlich zu diesen fünf Bausteinen kommen eine Umgestaltung der Lagerflächen im Keller, um die Digitalisierung des Bauaktenarchivs zu erleichtern (437.000 Euro), der Umbau der Sanitäranlagen im gesamten Komplex nach den Richtlinien für Arbeitsstätten (248.000 Euro) und eine Schadstoffsanierung (96.000 Euro).

Die vorbereitenden Arbeiten sind angelaufen, der eigentliche Baubeginn ist noch für diesen Monat vorgesehen. Insgesamt hat sich die Maßnahme nach Auskunft der Verwaltung „durch die Arbeitsbelastung der beauftragten Büros und des städtischen Personals“ um ein Jahr verzögert.


Winfried Vennemann
Winfried Vennemann
Redakteur
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