Überraschung in Adelshofen: Bürgermeister Johannes Schneider hört auf | FLZ.de

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Veröffentlicht am 14.11.2025 18:30

Überraschung in Adelshofen: Bürgermeister Johannes Schneider hört auf

Nach 24 Jahren im Amt und vier Wahlperioden wird er als Bürgermeister der Gemeinde Adelshofen aufhören: Johannes Schneider. (Archivbild: Jürgen Binder)
Nach 24 Jahren im Amt und vier Wahlperioden wird er als Bürgermeister der Gemeinde Adelshofen aufhören: Johannes Schneider. (Archivbild: Jürgen Binder)
Nach 24 Jahren im Amt und vier Wahlperioden wird er als Bürgermeister der Gemeinde Adelshofen aufhören: Johannes Schneider. (Archivbild: Jürgen Binder)

Unter den Bekanntgaben im Gemeinderat Adelshofen verlas Bürgermeister Johannes Schneider eine persönliche Erklärung, mit der niemand gerechnet hatte: „Nach 24 Jahren im Amt und vier Wahlperioden habe ich mich entschieden, mich bei der Kommunalwahl 2026 nicht erneut zur Wahl zu stellen.“

Nach dieser völlig überraschenden Nachricht herrschte erst einmal Stille im Sitzungsraum. Der Gemeinderat war schockiert, weil mit dieser Entscheidung keiner gerechnet hatte.

In der Gemeinde Adelshofen sorgt dieser ungeahnte Rückzug auch für großes Bedauern, denn die meisten Bürgerinnen und Bürger hatten für die Kommunalwahl 2026 nicht mit großen Überraschungen gerechnet.

Bürgermeister Schneider betonte in der Sitzung, dass es ihm nicht leichtgefallen sei, denn das Bürgermeisteramt sei der schönste Beruf der Welt. Er habe gestalten, anpacken und zuhören dürfen, ohne dass die Parteipolitik an erster Stelle stand.

„Man soll ja aufhören, wenn’s am schönsten ist”

Die Frage, warum er gerade jetzt diese schwerwiegende Entscheidung getroffen habe, beantwortet Schneider so: „Vielleicht ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt. Man soll ja aufhören, wenn’s am schönsten ist. Irgendwann ist einfach der Moment gekommen, um der Jugend Platz zu machen.“

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Voll des Lobes ist er für die Bürgerinnen und Bürger, die ihn mit viel Herzblut, Gemeinschaftsgeist und Lebensfreude unterstützt hätten und für den „besten Gemeinderat, den man sich wünschen kann“. Die persönlichen Worte an Kolleginnen, Mitarbeiter, Weggefährten und Freunde klangen schon fast ein bisschen nach Abschiedsrede.

Aber Johannes Schneider ist ja immerhin noch etliche Monate Bürgermeister von Adelshofen. Und er werde sich bis zum letzten Tag mit großer Freude und Energie für seine Gemeinde einsetzen, wie er angekündigt hat.

Schnelle Einigung auf einen Nachfolger

Ein bisschen nachdenklicher klingt er, wenn er auf die vergangenen 24 Dienstjahre zurückblickt: Es sei nicht immer alles perfekt gelaufen und „manch einer mag sich vielleicht auch hin und wieder vor den Kopf gestoßen gefühlt haben”. Schneider: „Das lag sicher an mir, aber nie am bösen Willen“. Er ist stolz und dankbar, dass gemeinsam viel habe erreicht werden können. „Mit Zusammenarbeit, Gelassenheit, Humor und einer großen Portion Herz.“

Immerhin gibt es bereits eine Antwort auf die Frage, wie es nun weitergeht. Der Gemeinderat hat sich bereits noch einmal zusammengesetzt und sich einstimmig darauf geeinigt, einer Person aus seinen Reihen vollumfänglich das Vertrauen zu schenken. Nachdem die Gemeinderäte und der Bürgermeister autorisiert sind, wenn sie danach gefragt werden, den Namen in der Öffentlichkeit preiszugeben, ist es kein Geheimnis mehr: Gemeinderat Kristof Matthes aus Neustett hat seinen Hut in den Ring geworfen und möchte am 8. März 2026 Bürgermeister von Adelshofen werden.


Von KARL-HEINZ GISBERTZ
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