Trainer der SpVgg Ansbach will bei Generalprobe die volle Belastung | FLZ.de

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Veröffentlicht am 14.02.2025 12:00

Trainer der SpVgg Ansbach will bei Generalprobe die volle Belastung

Unter den Ansbacher Torschützen beim überzeugenden Testspielsieg gegen Großschwarzenlohe war auch Sven Landshuter (schwarzes Trikot, hier im Spiel gegen ATSV Erlangen). (Foto: Martin Rügner)
Unter den Ansbacher Torschützen beim überzeugenden Testspielsieg gegen Großschwarzenlohe war auch Sven Landshuter (schwarzes Trikot, hier im Spiel gegen ATSV Erlangen). (Foto: Martin Rügner)
Unter den Ansbacher Torschützen beim überzeugenden Testspielsieg gegen Großschwarzenlohe war auch Sven Landshuter (schwarzes Trikot, hier im Spiel gegen ATSV Erlangen). (Foto: Martin Rügner)

Die Generalprobe hat XXL-Format. Das Fußball-Testspiel der SpVgg Ansbach gegen den VfB Eichstätt am Samstag, 15. Februar, ab 13.30 Uhr auf dem Kunstrasenplatz soll dreimal 45 Minuten dauern. „Wir wollen Spieler über 90 Minuten einsetzen und damit die volle Belastung haben“, sagt der Ansbacher Trainer Niklas Reutelhuber.

Da es neben denen, die der Coach 90 Minuten lang sehen will, auch noch etliche andere gibt, die Spielpraxis bekommen sollen, wurde die Spielzeit ausgedehnt.

Spiel in Vilzing gefährdet

Eine Woche vor dem ersten Punktspiel schält sich langsam die Mannschaft aus dem Kader heraus, die am Samstag, 22. Februar, bei der DJK Vilzing Regionalliga-Punkte holen soll. Sofern die Partie angepfiffen wird, woran beim Blick auf die Wettervorhersage und die bekannt schwierigen Platzverhältnisse in der Oberpfalz erhebliche Zweifel angebracht sind.

Vielleicht doch nur die Hauptprobe

Gut möglich also, dass das Spiel gegen Eichstätt dann doch nur die Hauptprobe wird. „Im Falle einer Vilzinger Absage würden wir am nächsten Wochenende noch ein weiteres Testspiel machen“, so Reutelhuber. Für den 1. März steht das Punktspiel gegen den FC Augsburg II im Spielplan.

Nach dem souveränen 5:1-Testspielerfolg über den SC Großschwarzenlohe unter der Woche sieht Reutelhuber seine Truppe auf dem richtigen Weg: „Mit dieser Leistung war ich sehr zufrieden, wir hätten noch einige Tore mehr schießen können. Nur das Gegentor nach einer Standardsituation war ärgerlich, das hätten wir uns gerne erspart.“

Zweimal 1:0 gewonnen

Tatsächlich zu Null spielten die Ansbacher in den beiden letzten Partien gegen den VfB. In der Saison 22/23 gewannen die nullneuner beiden Spiele mit 1:0. Ein Kopfballtor von Tobias Dietrich bescherte den Auswärtssieg, daheim traf Lukas Schmidt.

Am Ende dieser Spielzeit, in der den Ansbachern 50 Punkte nicht zum direkten Klassenerhalt reichten, stieg Eichstätt in die Bayernliga ab und dort spielt das Team immer noch.

Ein erwartbares 0:0

Als Vizemeister scheiterte der VfB im Vorjahr in einer kuriosen Aufstiegsrunde unter etwas dubiosen Umständen. Im letzten Relegationsspiel zwischen Eintracht Bamberg und dem TSV Buchbach genügte beiden Teams ein 0:0 für die Regionalliga-Qualifikation und – was für eine Überraschung aber auch – das Spiel endetet 0:0. Eichstätt schaute am Ende in die Röhre, weil die Würzburger Kickers den Aufstieg in die 3. Liga nicht schafften.

Als Augenzeuge der erwartbaren Nullnummer war Trainer Dominik Rühl entsprechend angefressen. „Vor allem die zweite Halbzeit ist vergleichbar mit der Schande von Gijon gewesen“, sagte er dem Donaukurier.

Als Schande von Gijón gilt das Spiel zwischen der deutschen und der österreichischen Nationalmannschaft, das bei der WM 1982 in Spanien mit einem für beide günstigen Ergebnis und ohne nennenswerte Offensivaktionen endete.

Florian Grau weiter beim VfB

Nun unternimmt die VfB-Truppe den nächsten Anlauf auf die Rückkehr in die vierte Liga und die Chancen stehen nicht schlecht. Im Führungsquartett der Bayernliga Nord, dem außerdem der ATSV Erlangen (48 Punkte), SC Eltersdorf (46) und FC Ingolstadt II (46) angehören, nimmt Eichstätt als Tabellenvierter mit 43 Zählern die Verfolgerrolle ein, hat aber noch zwei Nachholspiele.

Erfolgreichste Torschützen sind Nik Leipold (zehn Tore) und Pascal Schittler (sieben). Zum Eichstätter Kader gehört außerdem Luca Ruiu, der 2023 ein halbes Jahr lang bei der SpVgg war, eher er zunächst zurück zum ATSV Erlangen und dann weiter an die Altmühl wechselte.

Im Sommer übernimmt Dominik Betz

Sehr viel länger für die Ansbacher aktiv war vor Jahren VfB-Co-Trainer Florian Grau. Im Gegensatz zu seinem Chef hat der 37-Jährige seinen Vertrag in Eichstätt für die nächste Saison verlängert. Im Sommer übernimmt Dominik Betz das Traineramt beim VfB Eichstätt, der auch in der Spielerlaufbahn von Reutelhuber (ab 2019) auftaucht.


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
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