Die SpVgg Ansbach scheint wieder in der Spur zu sein. In seinem vierten Testspiel, dem ersten unter Flutlicht, fertigte der Fußball-Regionalligist den Spitzenreiter der Landesliga Nordost, SC Großschwarzenlohe, mit 5:1 (2:1) Toren ab und gestaltete seine Testspielbilanz mit jetzt je zwei Siegen und Niederlagen ausgeglichen.
Was zwei Tage Pause in der Vorbereitung bewirken können. Das Auftreten der SpVgg-Akteure am Dienstagabend war ein ganz anderes als das, was gegen den TSV Kornburg geboten wurde. Sah man da noch eine Mannschaft, die mit ihren Kräften am Ende war, so wirkte die Reutelhuber-Truppe gegen den Landesliga-Primus von Beginn an dominant und gierig nach Erfolgserlebnissen in Form von Torerfolgen.
Der Regionalligist bestimmte von Beginn an das Spielgeschehen gegen den in den ersten 45 Minuten beziehungsweise solange die Kräfte reichten gut dagegenhaltenden Landesligisten. SCG-Trainer Florian Bauer, der es sich nicht nehmen ließ, in den letzten zehn Minuten noch einmal gegen seinen Ex-Verein aktiv zu werden, hatte seine Mannschaft gut eingestellt und ihr „kontrollierte Offensive“ verordnet.
Und dies zeigten seine Spieler auch in der ersten Halbzeit. Sie versteckten sich nicht, erarbeiteten sich einige Chancen und hatten in der 18. Minute auch Erfolg mit dem Führungstreffer. Mika Schmidt verlängerte eine Flanke in den Fünf-Meter-Raum und dort nickte Nico Wessner die Vorlage fast ungehindert ein. Allerdings zeigte bei dieser Aktion das Defensivverhalten der SpVgg-Akteure einschließlich Torwart Schiefer angesichts der späteren Tageszeit schon gewisse Ermüdungserscheinungen.
Michael Sperr hatte kurz vor dem Gegentreffer den Pfosten getroffen und der SpVgg-Torjäger war der Aktivposten in puncto Jagd auf den Ausgleichstreffer. Die SCG-Abwehrspieler konnten Sperr kaum unter Kontrolle bringen und da die Mitspieler von Sperr auch immer besser ins Spiel fanden, war es nur eine Frage der Zeit, wann sich der Erfolg einstellen würde. Der Ausgleich war dann fällig in der 35. Minute. Eine weitere gute Kombination führte in der 43. Minute zum 2:1-Führungstreffer der SpVgg Ansbach. Für beide Tore zeichnete Michael Sperr verantwortlich und unterstrich damit seine Wichtigkeit vor dem gegnerischen Tor.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechselte SpVgg-Trainer Niklas Reutelhuber neunmal und Florian Bauer gab sieben neuen Spielern Spielpraxis. Diese Wechselpraxis bekam dem Regionalligisten besser und so gewann er endgültig die Oberhand.
Nun lief teilweise das Bällchen wie am Schnürchen und dem Landesligisten blieb meist nur das Hinterherlaufen. Diese Überlegenheit drückte die SpVgg Ansbach dann auch in Tore aus, beließ es aber bei drei erfolgreichen Abschlüssen. Tarkan Ücüncü nutzte in der 55. Minute einen krachenden Abwehrfehler der Gäste, Sven Landshuter zeigte in der 70. Minute, dass er trotz seiner langen Verletzungspause das Toreschießen noch nicht verlernt hat, und Patrick Kroiß beförderte in der 85. Minute ein gelungenes Zuspiel von Tom Abadjiew zum 5:1-Endstand über die Torlinie.
SpVgg Ansbach, 1. Halbzeit: Schiefer – Belzner, Rhani, Oberseider, Manz – Deliboyraz, Schelhorn, Sauerstein, Hayer – Seefried, Sperr.
SpVgg Ansbach, 2. Halbzeit: Schiefer – Abadjiew, Bayerlein, Weeger, Hayer Landshuter, Ücüncü, Dietrich, Angermeier – Kroiß, Schmidt.