Im Rahmen des MTV-Meet-IN wurden im Ingolstädter Stadion auch die Bayerischen Meister im Hindernislauf ermittelt. Der Scheinfelder Theodor Schell, der für den LSC Höchstadt startet, sicherte sich über 3000 Meter Hindernis nach 9:12,22 Minuten mit acht Sekunden Vorsprung vor Daniel Götz (SV Bergdorf-Höhn) den Titel bei den Männern.
Damit verbesserte der 25-Jährige seine Bestmarke um 17 Sekunden, war jedoch nur teilweise zufrieden. „Ich bin überglücklich, dass ich den Titel gewinnen und meine persönliche Bestzeit so deutlich verbessern konnte“, so Schell, „aber ehrlich gesagt bin ich ein bisschen enttäuscht über die Zeit. 9:12 Minuten ist zwar die B-Norm für die Deutsche Meisterschaft, aber ich befürchte, dass es dieses Jahr nicht ausreichen wird, um tatsächlich teilnehmen zu können.“
Aktuell liegt Schell in der deutschen Rangliste auf Platz 22, lediglich die schnellsten 16 dürfen bei den Titelkämpfen in Braunschweig antreten.
In Ingolstadt machte Teamkollege Brian Weisheit bis zur Hälfte Tempo für Schell, der mit kraftvollen Sprüngen über die Hindernisse und einem gleichmäßigen Tempo seinen Konkurrenten keine Chance ließ. Der Applaus der Zuschauer trieb ihn zusätzlich an und so überquerte er schließlich als erster bayerischer Läufer die Ziellinie.
„Ich wusste, dass ich heute eine gute Chance hatte, meine Bestzeit zu knacken und den Titel zu holen“, erklärte Schell. „Die Bedingungen waren ideal und ich fühlte mich gut vorbereitet.“ Trotz dieser beeindruckenden Leistung bleibt Schell realistisch: „Es ist ein großer Erfolg, aber ich weiß, dass ich mich noch weiter steigern muss, um auf nationaler Ebene mithalten zu können.“ Das Rennen gewann Christoph Kessler (LG Region Karlsruhe) in 9:06,25 Minuten.
Über zwei neue Bestzeiten konnte sich der Ansbacher Dominik Friedrich freuen, der für den MTV Ingolstadt startet. Über 800 Meter verbesserte der 29-Jährige seine vor Jahresfrist an gleicher Stelle aufgestellte Bestmarke auf 2:12,40 Minuten. Über 3000 Meter steigerte sich Friedrich um fast 17 Sekunden auf 9:39,76 Minuten.