Wer wagt, wird Dritter: Ansbacher Strobel holt DM-Bronze über 50 Kilometer | FLZ.de

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Veröffentlicht am 19.03.2026 09:49

Wer wagt, wird Dritter: Ansbacher Strobel holt DM-Bronze über 50 Kilometer

Johannes Strobel (grünes Trikot) lag das ganze Rennen über auf Podiumskurs und wurde Dritter seiner Altersklasse. (Foto: Steffi Strobel)
Johannes Strobel (grünes Trikot) lag das ganze Rennen über auf Podiumskurs und wurde Dritter seiner Altersklasse. (Foto: Steffi Strobel)
Johannes Strobel (grünes Trikot) lag das ganze Rennen über auf Podiumskurs und wurde Dritter seiner Altersklasse. (Foto: Steffi Strobel)

Manchmal lohnt es sich, einfach mal etwas Neues zu wagen. Bei den Deutschen Meisterschaften im 50-Kilometer-Lauf hat sich Johannes Strobel (TSV Ansbach) nach hartem Kampf in seiner Altersklasse M40 die Bronzemedaille gesichert.

Nach endlosen Verletzungspausen im Vorjahr suchte Ansbachs aktuell schnellster Marathonläufer eine andere Herausforderung und fand sie jenseits der 42,195 Kilometer. In Bremen fand im Programm des Werderseelaufes die diesjährige Deutsche Meisterschaft über 50 Kilometer statt.

Die Vorbereitung auf diese Ultramarathondistanz verlief bei Strobel alles andere als optimal. Mehrere Erkältungspausen warfen den 42-Jährigen immer wieder zurück. Die finalen Trainingseinheiten ließen dann aber doch auf ein gutes Rennen hoffen.

Sechs Runden zu je 8,3 Kilometer

Nach dem Startschuss zu frühmorgendlicher Stunde bei drei Grad und dichtem Nebel ließ es Strobel etwas verhaltener angehen. Nach zwei der sechs jeweils 8,3 Kilometer langen Runden wollte er dann sehen, ob ein höheres Tempo möglich wäre. Dann musste er allerdings erst einmal ein Dixi-Klo besuchen und fiel zurück.

„Motivation und Kraft waren vorhanden”, sagte er hinterher. Und so konnte er in den beiden folgenden Runden wieder etliche Plätze gutmachen. In der fünften Runde begann dann bereits der Kampf und die Schlussrunde, nunmehr jenseits der Marathondistanz, wurde für den Ansbacher richtig hart. „Ich bin einfach nur vor mich hingestorben”, erzählte er.

Bayerischen Rekord um acht Minuten verbessert

So wurde er von Gesamtplatz 14 noch auf Rang 20 durchgereicht. Vor dem Ziel zeigte er aber doch noch einen Endspurt, da ihn ein Läufer von hinten bedrängte. Dann leuchtete auch sofort auf der Anzeigetafel auf: Johannes Strobel, 3. Platz M40. Der Ansbacher wollte es nicht glauben. Mit seiner Zeit von 3:21,52 Stunden verbesserte er den zwei Jahre alten bayerischen Rekord der M40 um reichlich acht Minuten.

Bestzeit trotz Schmerzen: Johannes Strobel in Hannover. (Foto: Theo Kiefner)
Bestzeit trotz Schmerzen: Johannes Strobel in Hannover. (Foto: Theo Kiefner)

Strobel läuft bei Marathon-DM neue Bestzeit und auf Platz sechs in der M40

Der Klick beim Hannover-Marathon kam für den Ansbacher bei Kilometer 38.

Den Zwischenzeiten nach zu urteilen, hatte er, ohne es zu wissen, im gesamten Rennverlauf diese Podiumsplatzierung in seiner Altersklasse inne. „Ich bin sehr glücklich und happy und es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung, nach dem Jahr mit Verletzungspause und Demotivation einfach mal was anderes anzupacken.”

Nach diesem Motivationsboost schließt Strobel einen Herbstmarathon nicht aus. „Denn die 42,195 Kilometer sind doch eher mein Metier.”


Von JÖRG BEHRENDT
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