Bei der Deutschen Hallenmeisterschaft lernt der Colmberger Langstreckenläufer Florian Bremm in Dortmund einen ganz neuen Konkurrenten kennen.
Das Rennen über die 3000 Meter am Freitag, 27. Februar, in der Helmut-Körnig-Halle nennt der Deutsche Leichtathletik-Verband eine „Gleichung mit vielen Unbekannten”.
In der Jahresbestenliste führt Bremm, der für Franconia Athletics antritt, mit 7:40,39 Minuten. Allerdings sind mehrere Top-Läufer gemeldet, die in dieser Saison noch keine 3000-Meter-Zeit auf dem Konto haben. Zum Beispiel Robert Farken (SG Motor Gohlis-Nord Leipzig), der seit einigen Jahren kein Rennen mehr über die 15 Hallenrunden bestritten hat.
Trotzdem zählt der Leipziger zu den Favoriten, hat er doch seitdem die deutschen Rekorde in der Halle und im Freien über 1500 Meter und die Meile klar gesteigert. Es wäre nicht überraschend, würde die Konkurrenz das Rennen schnell gestalten in der Hoffnung, Farken frühzeitig abzuschütteln.
Auch der Deutsche Hindernisrekordler Frederik Ruppert, Titelverteidiger Maximilian Thorwirth (beide LAV Stadtwerke Tübingen) und Hindernisspezialist Karl Bebendorf (Dresdner SC) laufen ihr erstes 3000-Meter-Rennen des Winters. 1500-Meter-Spezialist Marc Tortell (Athletics Team Karben) und Robin Müller (LG Ohra Energie) wollen ihre Medaillenchance nutzen, falls die Favoriten schwächeln.
Titelverteidiger ist Maximilian Thorwirth. Der Düsseldorfer setzte sich im Vorjahr knapp vor Bremm durch. 2024 in Leipzig lag der Colmberger WM-Starter vorne, wobei er seinen langjährigen Rivalen Mohamed Abdilaahi klar bezwang. Der deutsche 5000-Meter-Rekordhalter aus Mönchengladbach fehlt diesmal in der Startliste.
Amelie-Sophie Lederer aus Ornbau, die für die LG Stadtwerke München startet, ist im 60-Meter-Sprint gemeldet.