Nicht nur Ganzjahresreifen müssen richtige Tausendsassas sein. Auch die jeweiligen Profis für Winter und Sommer müssen viele Talente haben, wenn sie etwas taugen wollen. Sommerreifen sollen mit guter Haftung für kurze Bremswege und ein berechenbar stabiles Fahrverhalten sorgen.
Doch die Ansprüche reichen noch weiter, zählt die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) auf: Die Pneus sollen auch noch „sparsam abrollen, leise laufen, sanft federn, lange halten – und Fahrspaß vermitteln.“
Das ist viel? Nein: Denn zudem sollen sie ja auch noch vor drohendem Aquaplaning schützen, aber wiederum wenig Abrieb machen und so wenig Feinstaub abgeben. Und allzu teuer bitte auch nicht.
Auf die Suche nach solchen möglichst idealen Kandidaten ging die GTÜ in einem Gemeinschaftstest mit dem Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreich (ARBÖ) und der „Auto Zeitung“. Dabei mussten sich zehn Sommerreifen der Dimension 235/45 R 18 messen lassen.
Neben teuren „Premiumreifen“ haben auch drei Qualitätsreifen aus dem mittleren Preissegment sowie drei günstige Produkte das umfangreiche Testprogramm durchlaufen. Die Preise reichten von jeweils rund 295 bis 765 Euro pro Satz.
Erfreulich: Mit sechs Modellen schneidet mehr als die Hälfte schneidet „sehr empfehlenswert“ ab. Und: Solange die Straßenverhältnisse gut sind, sind alle Reifen laut GTÜ „erfreulich sicher“.
Aber sie setzen individuelle Akzente im Handling, beim Komfort oder in der prognostizierten Laufleistung. Auf nassem Terrain indes ergab der Test „enorme Unterschiede in der Griffigkeit“ – etwa beim Bremsen.
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