Anwältin: Mandant wird Terrorplan auf Swift-Konzert gestehen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 28.04.2026 05:02, aktualisiert am 28.04.2026 11:05

Anwältin: Mandant wird Terrorplan auf Swift-Konzert gestehen

Der Hauptangeklagte im Terrorprozess um die abgesagten Taylor-Swift-Konzerte in Wien will sich laut Anwältin großteils schuldig bekennen.  (Foto: Matthias Schrader/AP/dpa)
Der Hauptangeklagte im Terrorprozess um die abgesagten Taylor-Swift-Konzerte in Wien will sich laut Anwältin großteils schuldig bekennen. (Foto: Matthias Schrader/AP/dpa)
Der Hauptangeklagte im Terrorprozess um die abgesagten Taylor-Swift-Konzerte in Wien will sich laut Anwältin großteils schuldig bekennen. (Foto: Matthias Schrader/AP/dpa)

Im Prozess um die wegen Terrorgefahr abgesagten Taylor-Swift-Konzerte in Wien wird sich der Hauptangeklagte in diesem Punkt schuldig bekennen. Das kündigte seine Verteidigerin in ihrem Eingangsvortrag vor dem Landesgericht Wiener Neustadt an. Ihr Mandant habe Fehler gemacht und er werde eine Strafe bekommen.

Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der 21-Jährige kurz vor den Swift-Konzerten im August 2024 einen Anschlag geplant. Dazu habe er eine Schrapnell-Bombe weitgehend fertiggestellt. „Er hätte die Bombe nur noch zusammenfügen müssen“, sagte der Staatsanwalt. 

Ziel eines Anschlags sollen nach bisherigen Ermittlungen Fans des US-Musikstars vor dem Konzertgelände gewesen sein. Ein Ticket für die Konzerte habe der 21-Jährige nicht besessen - und er sei auch nicht an der Person Swift interessiert gewesen, so der Staatsanwalt. Der Österreicher mit nordmazedonischen Wurzeln hatte sich den Ermittlungen zufolge mehrfach zur Terrormiliz IS bekannt. 

Verdacht der Anstiftung zum versuchten Mord wiegt schwer

Die Anklage wirft dem 21-Jährigen sowie einem gleichaltrigen Mitangeklagten auch vor, mit einem weiteren Mann eine Terrorzelle gebildet zu haben. Gemeinsam habe das Trio Anschläge in Dubai, Istanbul und Mekka geplant. Der Komplize habe tatsächlich in Mekka im März 2024 einen Sicherheitsbeamten niedergestochen und mehrere andere verletzt, so die Anklage weiter. Der Tatverdächtige sitzt in Saudi-Arabien in Haft. 

Zu diesem Anklagepunkt werde sich ihr Mandant nicht schuldig bekennen, so die Verteidigerin. „Mein Mandant hat mit dieser Geschichte, die in Mekka passiert ist, nichts zu tun.“ Unter allen Anklagepunkten wiegt juristisch der Beitrag zu einem versuchten Mord als Anstifter und Motivator am schwersten. Den Angeklagten würden in diesem Fall zwischen 10 und 20 Jahren Haft drohen.

© dpa-infocom, dpa:260428-930-1379/4


Von dpa
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