Studierende engagieren sich für Landschaftspflege am Hesselberg | FLZ.de

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Veröffentlicht am 31.01.2026 07:00

Studierende engagieren sich für Landschaftspflege am Hesselberg

Studierende der FH Triesdorf packten mit an, um den Südhang des Hesselbergs zu entbuschen. (Foto: Landschaftspflegeverband/Norbert Metz)
Studierende der FH Triesdorf packten mit an, um den Südhang des Hesselbergs zu entbuschen. (Foto: Landschaftspflegeverband/Norbert Metz)
Studierende der FH Triesdorf packten mit an, um den Südhang des Hesselbergs zu entbuschen. (Foto: Landschaftspflegeverband/Norbert Metz)

Tradition haben die Einsätze Studierender für die Landschaftspflege auf dem Hesselberg. Nach einem Aufruf von Norbert Metz (Landschaftspflegeverband Mittelfranken) und Professor Martin Döring kamen 21 Teilnehmende aus den Studiengängen Umweltsicherung und Landwirtschaft an der FH Triesdorf zum Einsatzort.

Aufgabe war es, die stark zunehmenden, flach wachsenden Wacholder auf dem Röckinger Hesselberg-Südhang auszudünnen, da diese für erhebliche Beeinträchtigungen des Magerrasens, aber auch der Beweidung sorgen, teilte Norbert Metz mit. Ziel der Pflegemaßnahmen am Hesselberg ist die Offenhaltung des prägenden und ökologisch bedeutsamen Magerrasens.

Durch das ausufernde Wachstum der flachen Wacholder verschwinden große Teile der artenreichen Magerrasen, erklärt Metz. Auch die Jagdbedingungen für den Neuntöter, der kurz oberhalb der Grasnarbe seine Beute (Insekten) schlage und große offene freie Flächen benötige, werden mit der Entfernung der flachen Wacholder verbessert. Die aufrechten und namengebenden Wacholder bleiben bei den Pflegemaßnahmen erhalten, betont Metz in seiner Mitteilung.

Beharrlichkeit an den Tag gelegt

Die Studierenden zogen beharrlich die von Röckinger Helfern gesägten Wacholder vom Hang auf große Haufen zusammen, beschreibt Metz den Einsatz. „Der Fleiß und das Engagement, mit dem die Studierenden ans Werk gehen, ist jedes Mal sehr beeindruckend“, werden Metz und Döring in der Mitteilung zitiert. So sei eine große Menge an Wacholdermaterial geschnitten und am Hangfuß zur Verarbeitung zu Hackschnitzeln abgelegt worden.

Die jungen Leute hätten mit ihrem Engagement die Einheimischen aus Röckingen beeindruckt: Von einem „ganz besonderen Arbeitseinsatz mit den Studierenden” spricht Röckingens Bürgermeister Martin Schachner in der Pressemitteilung.

Döring stellt fest, dass die Aktion „eine wichtige Ergänzung zu den alljährlich stattfindenden bürgerschaftlichen Entbuschungstagen der Gemeinden Ehingen, Röckingen, Gerolfingen und Wittelshofen” sei. Daran hätten sich im Herbst mehr als 80 Personen beteiligt, darunter auch eine große Gruppe von Gleitschirmfliegern. In diesem Umfang und dieser Kontinuität – diese Form der Bürgerbeteiligung an Pflegearbeiten gibt es am Hesselberg bereits seit 1997 – gebe es in Bayern keine vergleichbaren Projekte mit bürgerschaftlichem Engagement für die Kulturlandschaft, so Norbert Metz abschließend.


Von mk
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