Herrieder Erfolgsmodell für die Umwelt: Naturschützer und Landwirte an einem Tisch | FLZ.de

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Herrieder Erfolgsmodell für die Umwelt: Naturschützer und Landwirte an einem Tisch

Umweltminister Thorsten Glauber lobte die Idee des Miteinanders von Naturschützenden, Landwirtinnen und Landwirten und der Kommunalpolitik. (Foto: Manfred Blendinger)
Umweltminister Thorsten Glauber lobte die Idee des Miteinanders von Naturschützenden, Landwirtinnen und Landwirten und der Kommunalpolitik. (Foto: Manfred Blendinger)
Umweltminister Thorsten Glauber lobte die Idee des Miteinanders von Naturschützenden, Landwirtinnen und Landwirten und der Kommunalpolitik. (Foto: Manfred Blendinger)

Als idealen Weg für den Naturschutz in Bayern hat Umweltminister Thorsten Glauber die Landschaftspflegeverbände bezeichnet. „Wir müssen Hand in Hand gehen“, sagte er beim Festakt für 40 Jahre Landschaftspflegeverband Mittelfranken in Triesdorf.

Die Initiative hatte sich unter der Regie des CSU-Umweltpolitikers Josef Göppel aus Herrieden (Landkreis Ansbach) gegründet. Er wollte den grundsätzlichen Streit zwischen Naturschützenden und Landwirtinnen und Landwirten durch ein Miteinander ersetzen. In dem Verband arbeiten drei große Gruppen zusammen: Landwirtinnen und Landwirte, Naturschützerinnen und Natürschützer sowie die Kommunalpolitik mit Behörden. Jede Gruppe stellt ein Drittel im Vorstand. „Man sitzt an einem Tisch und trifft gemeinsam Entscheidungen“, beschrieb Thorsten Glauber das Prinzip.

Damit habe mit der Gründung im März 1986 eine vielfach übernommene Erfolgsgeschichte begonnen, so der bayerische Umweltminister. „Jetzt haben wir 72 solcher Verbände in Bayern“. Nachdrücklich widersprach er Tendenzen, das Rad in der Umweltpolitik zurückdrehen zu wollen. „Den Naturschutz in Frage zu stellen ist völlig daneben. Es geht um unsere Lebensgrundlagen.“

Volksbegehren zum Schutz der Umwelt als Auftrag

Mit dem Volksbegehren „„Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern“ sei 2019 deutlich geworden, wie wichtig den Menschen der bessere Schutz der Umwelt sei. Dabei spielten die Landschaftspflegeverbände eine entscheidende Rolle für die Umsetzung vor Ort. „Die 40-jährige Erfolgsgeschichte werden wir auf alle Fälle maximal unterstützen“, versprach Glauber für die Landesregierung.

Das Jubiläum wurde am Freitagnachmittag in Triesdorf in der Alten Reithalle gefeiert. Nach dem Tod von Josef Göppel im Jahr 2022 hatte Gerhard Wägemann aus Weißenburg den Vorsitz des Vereins mit rund 1800 Mitgliedern übernommen. „Vielen Dank für diese klaren Worte“, sagte Wägemann zum Umweltminister. Nun gelte es, die finanzielle Zukunft der Landschaftspflegeverbände zu sichern. Dem Vorbild aus Mittelfranken sind inzwischen rund 200 Verbände in der Bundesrepublik gefolgt. Mit dem Projekt „Landcare Europe“ ist die Idee des Miteinanders auch auf der europäischen Ebene angekommen.

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