Wie sauber ist die Haslach? Gemeinderat Burghaslach informiert sich vor Ort | FLZ.de

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Veröffentlicht am 18.04.2026 14:18

Wie sauber ist die Haslach? Gemeinderat Burghaslach informiert sich vor Ort

Dr. Ulrike Sandmeyer-Haus (links) führte unter anderem Elke Hilgert, Barbara Göbel, Thomas Büttner und Friedrich Kropf entlang der Haslach. Es gab neun verschiedene Stationen, wo Gewässergüte, Renaturierung und Hoch­wasserschutz, vermittelt wurde. (Foto: Armin Luther)
Dr. Ulrike Sandmeyer-Haus (links) führte unter anderem Elke Hilgert, Barbara Göbel, Thomas Büttner und Friedrich Kropf entlang der Haslach. Es gab neun verschiedene Stationen, wo Gewässergüte, Renaturierung und Hoch­wasserschutz, vermittelt wurde. (Foto: Armin Luther)
Dr. Ulrike Sandmeyer-Haus (links) führte unter anderem Elke Hilgert, Barbara Göbel, Thomas Büttner und Friedrich Kropf entlang der Haslach. Es gab neun verschiedene Stationen, wo Gewässergüte, Renaturierung und Hoch­wasserschutz, vermittelt wurde. (Foto: Armin Luther)

Die Geografielehrerin Dr. Ulrike Sandmeyer-Haus leitete eine Führung für die Burghaslacher Gemeinderäte am wasserwirtschaftlichen Lehrpfad. Anlass für die Veranstaltung war das geplante Gewässerentwicklungskonzept für die Haslach und ihre Zuläufe.

Entlang der neun Stationen des Lehrpfads wurden zentrale Themen wie Gewässergüte, Renaturierung und Hoch­wasserschutz anhand von Experimenten und Anschauungsmaterial vermittelt, hieß es in einer Mitteilung von Sandmeyer-Haus an die Redaktion.

Zum Einstieg stand die Rolle des Wassers im Mittelpunkt – als Lebensgrundlage, Erholungsraum und wirtschaftlicher Faktor. Historische Beispiele wie die ehemalige Wasser­burg am Standort des heutigen Castell‘schen Schlosses oder die einstige Schloss­brauerei, das heutige Unternehmen „Herzstück”, zeigten die enge Verbindung zwischen Siedlungsgeschichte und Gewässer.

Starker Einfluss des Menschen auf das Fließgewässer

Im weiteren Verlauf wurde deutlich, wie stark der Mensch Fließgewässer verändert und begradigt hat. Anhand einfacher Experimente lernten die Teilnehmenden, warum naturnahe, strukturreiche Bäche ökologisch wertvoll sind.

Ein zentrales Anliegen war die biologische und chemische Gewässergüte der Haslach. Während die biologische Gewässergüte laut Sandmeyer-Haus gut bis befriedigend ist, ist die chemische Gewässer­güte derzeit unbefriedigend. Als Hauptursache gilt der Eintrag von Nährstoffen aus der Land- und Teich­wirtschaft sowie von Schilfkläranlagen. Im Gewässerentwicklungs­konzept der Gemeinde enthaltene Maßnahmen wie breitere Uferstreifen, mehr Ufergehölze, weniger Dünge­mittel­einsatz und mehr Renaturierung sollen langfristig zu einer Verbesserung führen.

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Hochwasserschutz schuf auch Lebensräume

Einen weiteren thematischen Schwerpunkt bildete die Umsetzung des Hochwasserschutzes für Burghaslach. Es wurde erläutert, wie moderner Hochwasserschutz funktioniert und welche Herausforderungen aufgrund der geologischen Gegebenheiten zu bewältigen waren. „Das Hochwasserrückhaltebecken und der renaturierte Teil der Haslach bieten heute wertvolle Lebensräume für Tier- und Pflanzenwelt, die durch den wasserwirtschaftlichen Lehrpfad auch zu einem Lernort und Naherholungsraum werden”, erklärte Sandmeyer-Haus.

Die Führung verband Theorie und Praxis auf anschauliche Weise und machte deutlich, wie eng Natur, Nutzung und Schutz der Gewässer miteinander verknüpft sind, hieß es in der Mitteilung. Der Veranstaltung für die Ratsmitglieder sollen demnächst zwei Führungstermine für die Öffent­lichkeit folgen: am Donnerstag, 14. Mai, für Erwachsene und am Sonntag, 17. Mai, eine kindgerechte Familienführung; beide beginnen um 15 Uhr.

Anmeldungen für die Führungen:
E-Mail: usandmeyer@t-online.de
Termine für Gruppen und Schulklassen auf Anfrage.


Von lis
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