Die Kommunalwahl ging in Ansbach am 22. März 2026 in die nächste Runde: In einer Stichwahl bestimmten die Wählerinnen und Wähler, wer neuer Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt wird.
Im ersten Wahlgang am 8. März holte Amtsinhaber Thomas Deffner die meisten Stimmen und kam auf 38,2 Prozent. Damit hatte er deutlichen Vorsprung auf die Konkurrenz, die aus sechs Gegenkandidatinnen und -kandidaten bestand. Auf dem zweiten Platz landete Hans-Jürgen Eff (Die Ansbacher) mit 14,3 Prozent. Damit standen Deffner und Eff in der Stichwahl.
Thomas Deffner geht in seine zweite Amtszeit als Ansbacher Oberbürgermeister: In der Stichwahl stimmten 8247 Ansbacherinnen und Ansbacher (60,6 Prozent) für den CSU-Mann. Beim Herausforderer Hans-Jürgen Eff machten 5357 Wählerinnen und Wähler (39,4 Prozent) ihr Kreuz.
Thomas Deffner ist seit 2020 Oberbürgermeister von Ansbach. Der CSU-Politiker hatte eine herausfordernde Amtszeit zu meistern. In den vergangenen sechs Jahren musste er die Stadt durch Corona-Pandemie, wirtschaftliche Unsicherheiten und die ANregiomed-Krise führen. Deffner selbst bezeichnet seine Amtszeit als „knüppelhart”. Für die kommenden Jahre sieht er schwierige Sanierungsmaßnahmen vor sich, unter anderem das Theater. Als Erfolg verbucht er unter anderem eine Kita-Versorgung ohne Wartelisten.
Wie sich Thomas Deffner eine zweite Amtszeit vorstellt, skizziert er hier.
Sein Herausforderer Hans-Jürgen Eff, Betreiber einer Fahrschule, ist für die Gruppierung „Die Ansbacher” bereits im Stadtrat vertreten. Schon 2020 trat er als OB-Kandidat an und holte aus dem Stand als Politneuling ein beachtliches Ergebnis von 6,8 Prozent. Nun hat er Erfahrung in der Stadtpolitik gesammelt. Er wollte für Veränderung stehen und etwa den Leerstand in der Stadt bekämpfen und „Lebendigkeit” in die Stadtgesellschaft bringen.
Seine Vorstellungen für Ansbach beschreibt Hans-Jürgen Eff in diesem Artikel.
Wer regieren will, braucht Mehrheiten. In Ansbach wurde am 8. März auch die Zusammensetzung des Stadtrats neu gewählt. Die Auszählung hier ist bereits abgeschlossen. Die CSU bleibt stärkste Kraft mit 10 Sitzen, büßt aber ein Mandat ein. Zweitstärkste Kraft im Stadtparlament wird die AfD mit sechs Sitzen (+3). Die Ansbacher erhalten fünf Mandate. Die Grünen sowie die SPD können jeweils vier Personen in den Stadtrat entsenden. BAP und Freie Wähler kommen auf je drei Sitze, die ÖDP und die Offene Linke Ansbach auf jeweils zwei. Die Linke schickt eine Person in den Stadtrat.
Nicht nur in Ansbach entschieden die Bürgerinnen und Bürger per Stichwahl final darüber, wer Oberbürgermeister bzw. Bürgermeister wird. Außerdem wurde im Landkreis Ansbach ein neuer Landrat gewählt. Einen Überblick über alle Stichwahl-Ergebnisse finden Sie hier: