SpVgg Ansbach verliert Test in Ingolstadt und holt ehemaliges Bayern-Talent | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 01.02.2026 13:55

SpVgg Ansbach verliert Test in Ingolstadt und holt ehemaliges Bayern-Talent

„Er hat eine hervorragende fußballerische Ausbildung genossen”, sagt Kaderplaner Manuel Deißler (links) über Salih Sen. (Foto:  Tina Deißler)
„Er hat eine hervorragende fußballerische Ausbildung genossen”, sagt Kaderplaner Manuel Deißler (links) über Salih Sen. (Foto: Tina Deißler)
„Er hat eine hervorragende fußballerische Ausbildung genossen”, sagt Kaderplaner Manuel Deißler (links) über Salih Sen. (Foto: Tina Deißler)

Das zweite Testspiel der Wintervorbereitung hat der Fußball-Regionalligist SpVgg Ansbach beim Bayernligisten FC Ingolstadt II mit 0:1 verloren. Einen weiteren Erfolg gibt es dagegen bei den Wintertransfers zu vermelden.

Salih Sen trägt künftig das Trikot der nullneuner. Der 21-jährige Mittelfeldspieler aus Sontheim an der Brenz gehörte mehrere Jahre dem Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern an, wechselte von dort zum türkischen Zweitligisten Sanliurfaspore und war zuletzt ohne Verein.

Sen kennt seinen neuen Verein sogar aus der Regionalliga. Beim 4:2-Heimsieg des FC Bayern II im Oktober 2023 über Ansbach saß Sen auf der Münchner Bank.

Schritt für Schritt zurück zu alter Stärke

„Nach verletzungsbedingt schwierigen Jahren wollen wir nun gemeinsam wieder angreifen und Salih Schritt für Schritt zurück zu alter Stärke führen“, so SpVgg-Kaderplaner Manuel Deißler. Verwandtschaftliche Verbindungen nach Ansbach haben laut Deißler bei dem Wechsel ebenfalls eine Rolle gespielt.

„Er hat eine hervorragende fußballerische Ausbildung genossen und durfte bereits mehrfach beim Profiteam des FC Bayern München mittrainieren. Salih passt menschlich hervorragend zu uns und bringt zudem viel Qualität auf dem Platz mit”, so Deißler. Auch Trainer Niklas Reutelhuber hält große Stücke auf den Neuzugang, den er auf der Sechser- oder Achterposition sieht, lobt nach Trainingseindrücken vor allem dessen Ballsicherheit: „Er wird uns weiterhelfen”.

Eric Weeger erzielt das einzige Tor

„Ich bin sehr glücklich über den Wechsel, da mir die Gespräche von Anfang an ein richtig gutes Gefühl gegeben haben. Die Jungs haben mich super aufgenommen – jetzt will ich wieder voll angreifen”, wird Sen in einer Mitteilung zitiert.

Das kurzfristig von Ansbach nach Ingolstadt verlegte Testspiel auf Kunstrasen gegen die zweite Mannschaft des Drittligisten haben die Ansbacher nach einem Eigentor von Eric Weeger, der eine Hereingabe ins Netz lenkte, mit 0:1 verloren. Dass nach dem 2:2 gegen den ATSV Erlangen im ersten Testspiel der Wintervorbereitung erneut kein Erfolgserlebnis heraussprang, lag an der mangelnden Torgefahr.

Abwehrleistung hat gestimmt

„Wir haben gegen eine technisch starke U23-Mannschaft defensiv ein sehr gutes Spiel gemacht, im Angriff haben uns Fehler und Ballverluste immer wieder aus dem Rhythmus gebracht”, so Reutelhuber über den Testkick, in dem sich Neuzugang Jan Mottl und Stammkeeper Heiko Schiefer den Job im Tor teilten.

Am Samstag, 7. Februar, bestreiten die Ansbacher den nächsten Test. Gegner ist mit der DJK Gebenbach ein weiterer Bayernligist. Reutelhuber geht davon aus, dass das Spiel wieder auf dem heimischen Kunstrasen stattfinden kann, der auch für das Training unter der Woche wieder zur Verfügung stehen soll und er hofft, dass dann auch die Neuzugänge Üveys Ayan und eben Sen spielberechtigt sind.

SpVgg Ansbach: Mottl (46. Schiefer) - Althaus, Zimmermann (46. Oberseider), Weeger, Manz - Dietrich, Müller (46. Schmidt) - Hayer (46. Landshuter), Gebre (46. Nuhanovic) - Kroiß (46. Seefried), Angermeier (46. Puscher).
Tor: 1:0 Weeger (14./Eigentor).


Alexander Keck
Alexander Keck
Der noch in Vor-Internetzeiten der FLZ zugelaufene Schwarzwälder hat im Verlauf von fast drei Jahrzehnten die fränkischen Merkwürdigkeiten, die in Ohrmuscheln (Allmächd!) und auf Esstellern (Saure Zipfel!) landen schätzen gelernt. Nur die im Vergleich zu Spätzle stets zu breiigen Knödel mag der Schwabe nicht. Das Schreiben über Sport dagegen immer noch sehr - gerne auch abseits des Mainstreams.
north