Sprengung von Geldautomaten: Verdächtiger für unterfränkischen Fall festgenommen | FLZ.de

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Veröffentlicht am 22.04.2026 09:11

Sprengung von Geldautomaten: Verdächtiger für unterfränkischen Fall festgenommen

So sah die Bankfiliale in Herrieden nach der Sprengung von zwei Geldautomaten aus. Die Täter sind anschließend in einer schwarzen Limousine geflohen. (Archivbild: Florian Pöhlmann)
So sah die Bankfiliale in Herrieden nach der Sprengung von zwei Geldautomaten aus. Die Täter sind anschließend in einer schwarzen Limousine geflohen. (Archivbild: Florian Pöhlmann)
So sah die Bankfiliale in Herrieden nach der Sprengung von zwei Geldautomaten aus. Die Täter sind anschließend in einer schwarzen Limousine geflohen. (Archivbild: Florian Pöhlmann)

Ermittler haben gut vier Monate nach der Sprengung eines Geldautomaten in Unterpleichfeld (Landkreis Würzburg) einen Verdächtigen gefasst. War er auch an den Sprengungen im Landkreis Ansbach beteiligt?

Dazu will das Landeskriminalamt aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit keine Aussage treffen. Zuletzt hatten in Herrieden (Landkreis Ansbach) im Dezember 2024 unbekannte Täter zwei Geldautomaten in der Sparkasse am Marktplatz gesprengt. Die Explosion erfolgte mit solcher Wucht, dass das Gebäude in Brand geriet. Genau wie in Aurach (August 2023) konnten keine Tatverdächtigen ermittelt werden. Im April 2023 wurden drei Automaten in der Hauptfiliale der VR-Bank Mittelfranken Mitte in Rothenburg in die Luft gejagt.

Der 25-jährige Verdächtige im Fall Unterpleichfeld sei am Dienstag in den Niederlanden festgenommen worden, teilte das Landeskriminalamt (LKA) in München mit. Er soll an der Tat Mitte Dezember 2025 beteiligt gewesen sein. In der Wohnung des Mannes im Raum Amsterdam seien Bargeld, Drogen wie Kokain und Heroin sowie Gegenstände sichergestellt worden, die typischerweise von Geldautomatensprengern verwendet werden.

Einer der Angeklagten eines Prozesses in Bamberg gegen eine Automatensprenger-Bande aus den Niederlanden: Es ist stets der gleiche „Modus Operandi”. (Foto: Daniel Löb/dpa)
Einer der Angeklagten eines Prozesses in Bamberg gegen eine Automatensprenger-Bande aus den Niederlanden: Es ist stets der gleiche „Modus Operandi”. (Foto: Daniel Löb/dpa)

Was die Automaten-Sprengung in Herrieden verrät: Immer die gleichen Muster?

Kriminelle aus den Niederlanden jagen seit Jahren Geldautomaten in die Luft. Einige stehen vor Gericht – doch die Serie reißt nicht ab. So agieren die Täter.

In diesem Jahr wurde nach LKA-Angaben bisher kein Geldautomat in Bayern gesprengt. Im Jahr 2025 habe es 20 Sprengungen gegeben, 2024 seien es 22 gewesen. Diese Entwicklung ist nach Einschätzung des LKA auch auf die verstärkte technische Prävention zurückzuführen: etwa durch den Einsatz von Einfärbesystemen, umfassende Umrüstungsmaßnahmen an Geldautomaten, die enge Kooperation mit den Banken und den massiven Ermittlungs- und Kräfteeinsatz der Polizei.

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