Die Marktgemeinde Weidenbach baut ein Ärztehaus. Das entsteht an zentraler Stelle in der Triesdorfer Straße 7. In den vergangenen Wochen wurde dort bereits ein altes Gebäude abgerissen. Schon bald startet die Baufirma mit weiteren Arbeiten. Das Haus soll Anfang 2026 bezugsfertig sein.
Bis vor etwa einem Jahr war im Erdgeschoss des Hauses der Secondhand-Laden Findelinchen untergebracht. Jetzt ist von dem Haus nur noch eine einzige Mauer übrig. Im Laufe des Jahres plant die Gemeinde, hier ein neues, zweistöckiges Gebäude hochzuziehen: ein barrierefreies Ärztehaus.
Ein Blick zurück: Mitte 2023 kam der Weidenbacher Arzt auf die Kommune im südlichen Landkreis Ansbach zu, erzählt Bürgermeister Willi Albrecht im Gespräch. Der Arzt war auf der Suche nach einer neuen Praxis, denn die gemieteten Räume wurden zu klein. Albrecht betont, dass die Gesundheitsversorgung zur Grundversorgung gehört und die Gemeinde das Anliegen deshalb sehr ernst nahm. Gemeinsam machte man sich also auf die Suche.
Die Marktgemeinde hatte das Grundstück mit Haus in der Triesdorfer Straße – schräg gegenüber des Rathauses – 2019 gekauft. Es kam die Idee auf, das alte Gebäude umzubauen und an den Arzt zu vermieten. Vor rund einem Jahr einigten sich die Parteien dann auf diesen Plan, erinnert sich Albrecht.
„Eigentlich wollten wir es sanieren“, so der Bürgermeister. Doch nachdem die ersten Pläne und Kostenschätzungen vorlagen, stellte sich heraus: Ein Neubau wäre nur rund 70.000 Euro teurer als die Instandsetzung – vieles an dem alten Haus war kaputt.
Die Marktgemeinde entschied sich also für den Neubau. Das Ärztehaus ist mit einer Grundfläche von etwa 220 Quadratmetern über zwei Stockwerke geplant – beide Ebenen wird der Arzt nutzen. Es soll durch einen Lift barrierefrei sein. Neben dem Haus soll es außerdem Parkplätze geben. Die Planung liegt beim Ansbacher Architekturbüro Holzinger-Eberl-Fürhäußer.
Kostenpunkt für das Projekt: 1,085 Millionen Euro. Das Amt für Ländliche Entwicklung bezuschusst den Bau mit 250.000 Euro. „Die ersten Aufträge sind bereits vergeben“, so Albrecht. In den kommenden Wochen wird ein Ansbacher Bauunternehmen mit den Arbeiten beginnen.
Die Straße ist für die Dauerbaustelle etwas eingeengt. Der Bürgermeister bittet dafür um Verständnis. Einige Gewerke stehen noch aus, berichtet Albrecht. Diese werde man in den Gemeinderatssitzungen im Laufe des Jahres vergeben. Der Zeitplan ist straff: Bis Ende des Jahres soll das Haus stehen. „Der Einzug ist für Anfang 2026 geplant“, sagt Willi Albrecht. Der Bürgermeister zeigt sich optimistisch.