Skulptur H.O.P.E. in Ansbacher St. Ludwig Kirche: Symbol für Hoffnung und Freiheit | FLZ.de

foobarious
arrow_back_rounded
Lesefortschritt
Veröffentlicht am 03.11.2025 14:00

Skulptur H.O.P.E. in Ansbacher St. Ludwig Kirche: Symbol für Hoffnung und Freiheit

Unser Foto zeigt die Midissage in der Ludwigskirche mit der Künstlerin Kerstin Himmler, Dr. Christian Schoen und Dr. Janina Dillig (von rechts). (Foto: Alexander Biernoth)
Unser Foto zeigt die Midissage in der Ludwigskirche mit der Künstlerin Kerstin Himmler, Dr. Christian Schoen und Dr. Janina Dillig (von rechts). (Foto: Alexander Biernoth)
Unser Foto zeigt die Midissage in der Ludwigskirche mit der Künstlerin Kerstin Himmler, Dr. Christian Schoen und Dr. Janina Dillig (von rechts). (Foto: Alexander Biernoth)

In der katholischen Pfarrkirche St. Ludwig ist noch bis 24. November das Kunstwerk „H.O.P.E.“ zu sehen. Die Ansbacher Künstlerin Kerstin Himmler hat für die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) das Kunstwerk „Pilger der Hoffnung“ aus Anlass des Heiligen Jahres mit demselben Motto geschaffen.

Die Skulptur stellt ein Kind in einem grünen Superheldenkostüm dar, das auf einem schmalen Steg einer goldenen Scheibe entgegen balanciert. Die Skulptur war bereits mehrere Monate in der Nürnberger Frauenkirche aufgestellt und ist nun in Ansbach zu sehen. Im Rahmen einer Midissage erläuterte die Künstlerin Kerstin Himmler ihre Gedanken zu dem Kunstwerk in einem von Dr. Christian Schoen geleiteten Gespräch.

Die Pilgerreise des Lebens

Dr. Janina Dillig von der KEB erläuterte den Namen „H.O.P.E“. Dieser bestehe aus den Anfangsbuchstaben H(offen), O(rientieren), P(artizipieren) und E(ngagieren), im englischen ist hope das Wort für Hoffnung. Hoffnung gebe Menschen Kraft, aktiv zu werden, so Dillig, und etwas Neues zu schaffen. Der „Pilger der Hoffnung“, das kleine grüne Männchen, stürme nach draußen und mache so die Pilgerreise des Lebens deutlich. Diese Lebensreise habe ein Ziel, das die große goldene Scheibe ausdrückt und symbolisch für den Himmel stehe.

Diakon Daniel Hartmann von der Pfarrei St. Ludwig drückte seine Freude darüber aus, dass das Kunstwerk, das auch noch in Röthenbach, Katzwang, Fürth und Kloster Schwarzenberg zu sehen sein wird, nun als zweite Station nach Ansbach gekommen sei. Das Kunstwerk erhelle den Monat November und mache deutlich, so Hartmann, dass es eine Hoffnung auf ein Leben über das Irdische hinausgebe.

Christian Schoen betonte, dass das Kunstwerk, das die Hoffnung symbolisiere, in einer Kirche am perfekten Ort aufgestellt sei. Mit ihrem Kunstwerk habe die Künstlerin ein Thema dargestellt, das für alle Religionen zentral sei und das Kunstwerk überkonfessionell verstanden werden kann. Für die Hoffnung brauche es Freiheit und auch diese werde durch das fast fliegende grüne Männchen deutlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Ein starkes Symbol

Kerstin Himmler sagte, dass das Männchen ein starkes Symbol für die zerbrechliche, aber mutige Bewegung in eine Zukunft sei, die gemeinsam gestaltet werden kann. Die Künstlerin, die in Ansbach mit dem Kunstwerk „Bienenwaben“ vor dem Amt für Landwirtschaft und Forsten in der Mariusstraße präsent ist, zeigte sich sehr erfreut, dass sie mit „H.O.P.E.“ nun auch in einer Ansbacher Kirche zumindest für einige Zeit präsent sei.

Die Künstlerin Kerstin Himmler wird am Montag, 10. November, ab 17 Uhr in der Ludwigskirche im Rahmen eines Künstlergespräch über ihre Arbeit sprechen. Dabei wird es um den Herstellungsprozess, die gemeinsame Betrachtung der Skulptur und darum gehen, was das Kunstwerk sagen kann und was Menschen Hoffnung gibt.


Von ALEXANDER BIERNOTH
north