Nach dem ersten Schneefall in der Nacht auf Donnerstag ließen die Glätte bedingten Unfälle nicht lange auf sich warten. Die Polizeiinspektionen im Landkreis Ansbach melden mehrere Vorfälle auf den Straßen.
Im Rothenburger Raum ereignete sich der erste witterungsbedingte Unfall gegen 6.20 Uhr am Donnerstag. Eine 76-Jährige war mit ihrem Auto auf der Staatsstraße 2246 von Altengreuth in Richtung Leutershausen unterwegs. In einer Linkskurve ist sie von der glatten Fahrbahn abgekommen, so die Pressemitteilung der Inspektion. Die Frau sei mit einem Granitstein, der am rechten Fahrbahnrand stand, kollidiert. Den Sachschaden schätzen die Rothenburger Beamten auf etwa 6000 Euro.
Eine 22-Jährige verlor um kurz nach 7 Uhr die Kontrolle über ihr Auto. Sie rutsche auf der Staatsstraße 2268 von Rothenburg kommend in Fahrtrichtung Detwang gegen einen Bordstein, berichtet die Polizei weiter. Durch den Aufprall seien die Reifen beschädigt worden. Deshalb musste das Fahrzeug abgeschleppt werden. Den Schaden geben die Beamten mit circa 500 Euro an.
Das Winterwetter hielt die Streifen auf Trab: Nur 20 Minuten später ereignete sich auf der Staatsstraße 2419 der nächste Unfall wegen Glätte. Auf der Höhe von Ohrenbach geriet eine 43-Jährige mit ihrem Auto ins Schleudern und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Schaden beträgt laut Polizeibericht circa 1000 Euro. Alle Beteiligten der drei Unfälle blieben unverletzt.
Im Zuständigkeitsbereich der Verkehrspolizei Ansbach kam es ebenfalls zu mehreren Einsätzen. Bei starkem Schneefall und glatter Fahrbahn hat ein 61-jähriger Fahrer sein Auto der Marke Bmw auf der Autobahn 6 bei Schnelldorf nicht mehr im Griff gehabt, berichtet die VPI. Der Mann fuhr in Richtung Heilbronn, als er mit seinem Fahrzeug ins Schleudern geriet und gegen die Außenschutzplanke prallte.
Die Beamten stellten fest: Auf dem Auto des 61-Jährigen waren Sommerreifen montiert. Deshalb habe er eine Sicherheitsleistung im dreistelligen Bereich hinterlegen müssen. Der Mann durfte außerdem nicht mehr weiterfahren. Der Schaden wird auf etwa 4000 Euro geschätzt.
Im nachfolgenden Verkehr sei es auf der A6 noch zu einem Auffahrunfall zwischen zwei Lastwagen gekommen. Ein 48-jähriger Fahrer musste wegen des Unfalls des Bmw-Fahrers bremsen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Wegen eines zu geringen Sicherheitsabstandes ist ein Lkw-Fahrer auf den Sattelzug des 48-Jährigen aufgefahren. Laut VPI entstand ein Schaden in Höhe von etwa 20.000 Euro. Ansonsten ist es auf der Autobahn noch zu zwei kleineren Unfällen gekommen, so die Mitteilung. Grund hierfür sei nicht angepasste Geschwindigkeit.
Ganze 15 Unfälle vermeldet die Polizeiinspektion Ansbach in ihrem Bericht am Freitag. Dabei sei es überwiegend bei Blechschäden geblieben, außer im Bereich der Bundesstraße 14. Nahe des Soldatenweihers kam es gegen 17.10 Uhr zu einem Unfall, bei dem sich ein Mann am Arm verletzte.
Insgesamt 14 Unfälle hatte die Feuchtwanger Polizei am Donnerstag zu bearbeiten – elf davon wegen des Schneefalls. Laut dem Pressebericht wurden nur zwei Personen leicht verletzt. Die Schadensbilanz wird mit circa 28.000 Euro angegeben.
Zwischen 7 und 10 Uhr musste sich die Polizeiinspektion Dinkelsbühl um sechs Unfälle kümmern. Dabei haben sich die beteiligten Personen überwiegend leichte oder keine Verletzungen zugezogen, heißt es im Bericht. Mehrere Fahrzeuge seien teils erheblich beschädigt worden. Ein 34-Jähriger hat sich mit seinem Fahrzeug sogar im angrenzenden Feld überschlagen, nachdem er von der Kreisstraße bei Hohenschwärz in einer Rechtskurve abgekommen war. Der Fahrer habe über Kopfschmerzen geklagt und begab sich in ärztliche Behandlung. An seinem Fahrzeug entstand ein wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von 5000 Euro.